Bitterfeld/MZ. - Der Riese ist unübersehbar. Mitten auf der Baustelle der Loberbrücke in der Bitterfelder Burgstraße, nur wenige Meter von der B 100 entfernt, ragt das Bohrgerät in den wolkenverhangenen Himmel. Bis zu 23 Meter Höhe ist das Spezialgerät ausfahrbar, das sich aber vor allem in die Tiefe vorarbeitet. Denn der Großbohrer bohrt die metertiefen Löcher für die Bohrpfahlgründungen, die die neue Brücke tragen werden. Er ist nicht das einzige, aber offensichtlichste Großgerät auf der Baustelle. Drei Teams arbeiten hier gleichzeitig, um die Sanierung des Innenstadtrings voranzutreiben.
Grundwasser bereitet Probleme
Doch nun sorgt plötzlich das Grundwasser für Umplanungen. Die ursprünglich geplanten Fundamente müssen aufgrund der unerwarteten Grundwasserverhältnisse angepasst werden. Die Arbeiten für die acht Bohrpfähle, die bis zu zehn Meter tief in die Erde reichen, gestalten sich schwieriger als angenommen. Die Stadtverwaltung und die Baufirmen arbeiten eng zusammen, um Lösungen zu finden, die sowohl die Statik der Brücke als auch die Wasserhaltung sicherstellen.
Parallelarbeit der Teams
Die drei Teams sind auf der Baustelle im Einsatz: eines für das Brückenfundament, eines für den Tiefbau und eines für die Entwässerung. Diese Aufteilung ermöglicht es, die verschiedenen Gewerke gleichzeitig voranzutreiben, um Zeitverluste zu minimieren. Trotz der Grundwasserprobleme bleibt der Zeitplan ambitioniert. Die neue Loberbrücke ist ein zentraler Bestandteil der Sanierung des Bitterfelder Innenstadtrings, der die Verkehrsinfrastruktur der Stadt nachhaltig verbessern soll.
Die Anwohner und Verkehrsteilnehmer müssen sich noch auf einige Monate Baustelle einstellen. Die Stadt bittet um Verständnis für die notwendigen Maßnahmen. Sobald die Bohrpfähle gesetzt und die Fundamente fertiggestellt sind, kann der Überbau der Brücke beginnen. Die Gesamtmaßnahme ist mit mehreren Millionen Euro veranschlagt und wird aus Fördermitteln des Landes und des Bundes unterstützt. Die Bauarbeiten sollen planmäßig im nächsten Jahr abgeschlossen werden.



