Stammtisch im Fischereihafen: Alte Hochseefischer reden über harte Gegenwart ihrer Zunft
Ehemalige Hochseefischer blicken auf eine Branche im Umbruch. Ein erneutes Treffen findet am 5. Mai in Rostock statt. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr in der Hafenkantine von Timo Lührs im Rostocker Fischereihafen. Der Arbeitskreis Hochseefischerei Rostock lädt alle Interessierten herzlich ein.
Informationen zur aktuellen Lage
Kay Schmeckel, Referatsleiter Fischerei im Schweriner Fachministerium, wird über die aktuelle Situation der Küsten- und Hochseefischerei referieren. Die alten Fischereikämpen werden nicht nur in Erinnerungen schwelgen, sondern sich auch über die immer schwieriger werdende Lage ihrer Berufskollegen informieren. Die Branche leidet unter strengen Restriktionen der Fangmöglichkeiten, sodass die traditionelle Fischerei kaum noch Perspektiven bietet.
Tradition und Kultur
Für die kulturelle Umrahmung sorgen die „Klaashahns“-Shantysänger, die mit ihren Liedern an die Seefahrt erinnern. Gaumenfreuden verspricht das Fischbüffet der Crew um Timo Lührs. Dieses Traditionstreffen gibt es seit vielen Jahren regelmäßig, und es erstreckt sich über Rostock hinaus. Die rege Teilnahme zeigt die besondere Verbindung der alten Fischer zu ihrem Beruf, der in seiner alten Form keine großen Zukunftschancen mehr hat.
Ein Höhepunkt des Treffens ist die Kranzniederlegung am Gedenkstein für die auf See gebliebenen Berufskollegen, durchgeführt von den Kapitänen Jürgen Petzold und Günter Kröger. Dieses Ritual unterstreicht die tiefe Verbundenheit der Gemeinschaft.



