Verhängnisvolle Irrfahrt eines betagten Ehepaares
Ein harmloser Ausflug von Berlin nach Schleswig-Holstein endete für ein älteres Ehepaar in einer gefährlichen Situation in Brandenburg. Der 87-jährige Mann und seine 91-jährige Frau, die fast blind und auf einen Rollstuhl angewiesen ist, wurden nach einer Irrfahrt im Linumer Bruch bei Kremmen festgestellt. Der Mann hatte sich im Moor festgefahren, als er Hilfe holen wollte, verlor jedoch die Orientierung und konnte den Standort seines Fahrzeugs nicht mehr angeben.
Der Ablauf der Irrfahrt
Das Paar wurde zuletzt am Dienstag in Lübeck gemeinsam in einem SUV gesehen, als es einen mautpflichtigen Autotunnel durchfuhr. Von dort aus müssen sie über eine noch unbekannte Route an Schwerin, Rostock oder Wittstock vorbei in die Region Linum/Kremmen gelangt sein. Am Donnerstag wurde der Mann allein und verwirrt auf einem Feldweg bei Kremmen angetroffen. Er gab an, sich festgefahren zu haben und auf der Suche nach Hilfe zu sein. Aufgrund seiner leichten Demenz konnte er jedoch nicht sagen, wo das Auto stand.
Große Suchaktion mit Drohnen und Hubschraubern
Die Polizei leitete umgehend eine Vermisstenanzeige ein, da die 91-jährige Frau hilflos und fast blind war. Zunächst wurden Drohnen eingesetzt, später kamen zwei Hubschrauber hinzu, um die gesamte Region abzusuchen. Schließlich wurde das graue Auto in einem Graben im Linumer Bruch entdeckt, festgefahren und mit der Frau darin. Sie wurde zur Sicherheit in eine Klinik gebracht.
Ermittlungen zur Ursache
Die genauen Umstände der Irrfahrt sind noch nicht vollständig geklärt. Die Polizei ermittelt, warum das Paar trotz der Orientierungsprobleme überhaupt losgefahren war und welche Route sie genau genommen haben. Die Ermittlungen dauern an.



