Ostdeutsche Ministerpräsidenten beraten mit Kanzler Merz über Wirtschaft und Energie
Ost-Ministerpräsidenten beraten mit Merz über Wirtschaft

Ostdeutsche Länder beraten mit Bundesregierung über Wirtschaft und Energie

Im Roten Rathaus in Berlin findet eine bedeutende Konferenz der ostdeutschen Regierungschefs statt, zu der auch Bundeskanzler Friedrich Merz und Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche erwartet werden. Diese Zusammenkunft dient dazu, über zentrale Wirtschaftsthemen zu diskutieren und die Zukunft des Standorts Ostdeutschland zu gestalten.

Leuchtturmprojekte und Energieversorgung im Fokus

Nach Angaben der Berliner Senatskanzlei steht die Frage im Mittelpunkt, wie Ostdeutschland durch strategische Leuchtturmprojekte noch sichtbarer werden kann. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner betonte vor Beginn der Beratungen: „Die ostdeutschen Länder halten zusammen und setzen sich für eine sichere Energieversorgung ein, besonders angesichts der hohen Energiepreise nach Beginn des Iran-Kriegs.“

Forderungen nach besserer Infrastruktur und Investitionen

Wegner wies darauf hin, dass die ostdeutschen Länder mehr Langstreckenverbindungen vom Flughafen BER benötigen, um die Wirtschaft besser anzubinden und zu stärken. Weitere wichtige Anliegen sind:

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  • Eine gleichmäßige Beteiligung an der Verteilung des Sondervermögens
  • Mehr Investitionen in den ostdeutschen Ländern
  • Gezielte Zukunftsinvestitionen in Schlüsseltechnologien

Industrieller Umbau und Zukunftsinvestitionen

Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser, ergänzte, dass Ost- und Westdeutschland erstmals seit der Wiedervereinigung mit derselben Herausforderung konfrontiert seien: dem industriellen Umbau in einer Zeit globaler Spannungen und technologischer Umbrüche. „Ostdeutschland hat Transformation gelernt“, so Kaiser. „Jetzt geht es darum, industrielle Standorte in der Automobil- und Chemieindustrie zu sichern und neue Stärke aufzubauen.“

Dafür seien gezielte Investitionen in Bereichen wie Halbleiter, Batterietechnik, neue Materialien und Digitalisierung unerlässlich. Kai Wegner kündigte an, den Berliner Vorsitz in der Ministerpräsidentenkonferenz-Ost zu nutzen, um die Interessen der Menschen in den ostdeutschen Ländern gegenüber dem Bund deutlich zu vertreten.

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