Nach Edeka-Schließung in Pinnow: Drei Supermarktketten zeigen Interesse an neuem Markt
Pinnow: Drei Ketten interessiert an neuem Supermarkt

Versorgungskrise in Pinnow: Gemeinde sucht nach Edeka-Schließung neue Lösungen

In der Gemeinde Pinnow herrscht seit der Schließung des Edeka-Marktes eine spürbare Leere. Wo einst das Klappern der Einkaufswagen und der lebhafte Austausch der Bewohner den Alltag prägten, ist es nun still geworden. Die Schiebetüren bleiben verschlossen, der Parkplatz liegt brach, und die vertraute Nahversorgung ist abrupt weggebrochen. Die drängende Frage, die über dem Ort schwebt, lautet: Wie kann die Versorgung der Einwohner schnellstmöglich wiederhergestellt werden?

Machbarkeitsstudie verzögert Entscheidungen

Bürgermeister Günter Tiroux gibt zu bedenken, dass die Situation komplexer ist als zunächst angenommen. „Wir haben noch kein Ergebnis der Machbarkeitsstudie von Edeka erhalten. Das dauert alles wohl länger als gedacht“, erklärt er. Was als schnelle Lösung erschien, zieht sich nun in die Länge und erfordert von den Pinnowern Geduld. Trotz der Verzögerungen gibt es jedoch Hoffnungsschimmer aus unerwarteter Richtung.

Drei Supermarktketten signalisieren Interesse

Im Hintergrund haben sich überraschend weitere Akteure gemeldet. Laut Bürgermeister Tiroux haben sich in den vergangenen Wochen drei weitere Supermarktketten bei der Gemeinde gemeldet und ihr Interesse an einer Markteröffnung in Pinnow bekundet. „Da noch nichts final verhandelt ist, haben die Supermarktketten vorerst um Stillschweigen gebeten. Ich kann nur so viel sagen: Es sind bekannte Marken“, so Tiroux. Obwohl noch keine Namen genannt werden können, ist dies ein deutliches Signal: Pinnow bleibt für den Lebensmitteleinzelhandel attraktiv.

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Allerdings mahnt der Bürgermeister zur Geduld: „Na klar, wollen wir so schnell wie möglich einen neuen Supermarkt haben, aber wir können uns nur anbieten. Die Entscheidung liegt nicht bei uns, wir haben keinerlei Druckmittel.“ Selbst wenn sich ein Betreiber festlegt, werden noch erhebliche Hürden zu überwinden sein. „Allein die Baugenehmigungen und Planungen dauern mindestens eineinviertel oder anderthalb Jahre“, betont Tiroux. Immerhin versprechen die Vertreter der Supermärkte, dass der Bau nach Überwindung der bürokratischen Hürden in 14 bis 17 Wochen abgeschlossen sein könnte.

Neuer Markt soll mehr als nur Einkaufen bieten

Der geplante neue Supermarkt soll nicht einfach nur ein Ersatz für den geschlossenen Edeka sein. Die Gemeinde hat bereits erfolgreich verhandelt, dass das Konzept auch einen Bäcker und ein kleines Café umfassen soll. Damit würde der neue Markt zu einem sozialen Treffpunkt werden, der über die reine Nahversorgung hinausgeht und das Gemeindeleben bereichert.

Übergangslösungen: Bäckereiwagen und erweiterte Gastronomie

Bis ein neuer Supermarkt Realität wird, müssen Übergangslösungen die Versorgungslücke schließen. Ab dem 2. April wird das Backmobil Schwerin dreimal wöchentlich in Pinnow Halt machen. Bürgermeister Tiroux erläutert: „Ab April wird ein Bäckereiwagen dreimal in der Woche in Pinnow Halt machen.“ Das rollende Bäckermobil steuert mehrere Stationen an:

  • An der Bietnitz, Höhe Containerstellplatz: Dienstag 11.30–12.15 Uhr, Donnerstag 8.15–9.00 Uhr, Sonntag 8.30–9.00 Uhr
  • Pinnow Zum Petersberg, Höhe Gemeindehaus: Dienstag 12.30–13.15 Uhr, Donnerstag 9.15–10.30 Uhr, Sonntag 9.05–9.30 Uhr
  • Godern, Höhe Alte Dorfstraße 6: Dienstag 13.30–14.15 Uhr, Donnerstag 10.45–11.30 Uhr, Sonntag 9.45–10.15 Uhr

Bestellungen und Anfragen sind per E-Mail oder Telefon möglich. Zusätzlich hat die Gaststätte „Am Petersberg“ ihr Angebot erweitert und bietet wieder einen Mittagstisch an – ein kleiner, aber wichtiger Schritt zur Sicherung der täglichen Versorgung.

Suche nach rollendem Einkaufsmarkt geht weiter

Was jedoch weiterhin fehlt, ist eine Lösung für den großen Wocheneinkauf. „Wir haben leider noch keinen Anbieter gefunden, der als rollender Einkaufswagen funktioniert. Da sind wir immer noch auf der Suche und wären dankbar für Angebote oder Hinweise“, betont Bürgermeister Tiroux. Die Gemeinde Pinnow bleibt also aktiv auf der Suche nach innovativen Wegen, um die Nahversorgung langfristig zu sichern und die Lebensqualität der Bewohner zu erhalten.

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