Rossow besiegt Wassermassen: Dorfgemeinschaft und Landwirte stemmen sich erfolgreich gegen Überschwemmung
Rossow besiegt Wassermassen: Gemeinschaft stemmt sich gegen Flut

Rossow stemmt sich erfolgreich gegen die Flut: Gemeinschaftsgeist besiegt Wassermassen

In den vergangenen Tagen waren zahlreiche Orte in der Region von massiven Wassermassen betroffen. Besonders schwer traf es die Gemeinde Rossow, wo Tauwasser, Schmelzwasser und anhaltender Regen zu gefährlichen Überschwemmungen führten. Keller liefen voll, Grundstücke standen unter Wasser, und die freiwillige Feuerwehr war nahezu im Dauereinsatz. Doch die Rossower bewiesen eindrucksvollen Gemeinschaftssinn und stemmten sich gemeinsam gegen die Naturgewalten.

Dramatische Lage durch aufbrechendes Eis

Daniel Tobi, Gemeindevertreter und Vorsitzender des Rossower Kulturwerks, schildert die bedrohliche Situation: "Als die Temperaturen erstmals über den Gefrierpunkt stiegen, erhofften viele Entspannung. Stattdessen brach das Eis auf Feldern und Wegen auf, und das Wasser schoss unkontrolliert in alle Richtungen." Die Feuerwehr meldete zahlreiche überflutete Keller und Einsätze an der Belastungsgrenze. Bürger versuchten mit Pumpen, Schaufeln und Sandsäcken, ihre Höfe zu schützen, doch an manchen Stellen war die Natur einfach stärker.

Riesige Eisfläche bedroht Wohngebiete

Besonders kritisch war die Situation am Wetzenower Weg. Auf einem Acker der Firma Osterhuber aus Ferdinandshof hatte sich eine riesige Eis- und Wasserfläche gebildet – stellenweise bis zu 40 Zentimeter tief und so groß wie zwei Fußballfelder. "Das Wasser drückte unaufhaltsam in Richtung der angrenzenden Grundstücke. Einige Keller, Garagen, Carports und Gartenanlagen standen bereits unter Wasser. Wir hatten wirklich Sorge, dass das Feld uns komplett überläuft", berichtet Tobi. Alleine hätte die Dorfgemeinschaft diese Herausforderung nicht bewältigen können.

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Landwirte werden zur Lebensader des Dorfes

Über Kontakte im Ort gelang es, den Landwirtschaftsbetrieb Osterhuber zu erreichen. Ohne zu zögern sagte der Betrieb Hilfe zu und stellte schwere Technik zur Verfügung. "Zwei Traktoren, eine leistungsstarke landwirtschaftliche Pumpe und ein rund zwei Kilometer langer Schlauch wurden zur Lebensader des Dorfes", erklärt Daniel Tobi. Zunächst brachen die Landwirte die massive Eisfläche auf, unterstützt von einem Radlader aus dem Dorf. Dann begann das große Abpumpen, das Tag für Tag und oft bis in die Dunkelheit hinein andauerte.

Gemeinschaftsaktion verhindert schlimmere Schäden

Bürger standen in Wathosen und Gummistiefeln im Wasser, halfen beim Auslegen der Schläuche, sicherten die Pumpen und reichten Werkzeuge. "Solche Situationen zeigen, was ein Dorf leisten kann, wenn es zusammensteht", betont Tobi. Mehrere Tage lang kontrollierten die Landwirte den Pegel und pumpten weiter, bis der Wasserstand stetig sank und das Wasser schließlich seinen natürlichen Weg zurück in die Landschaft fand. Schlimmere Schäden konnten so verhindert werden.

Dank an alle Helfer und Einsatzkräfte

Daniel Tobi und die Rossower sind sich bewusst: Ohne die spontane und tatkräftige Unterstützung der Landwirte wäre die Lage eskaliert. Ein besonderer Dank gilt:

  • Den Landwirten der Firma Osterhuber für Maschinen, Zeit und Kraft
  • Den Kameraden der freiwilligen Feuerwehr für ihren unermüdlichen Einsatz seit dem 13. Februar
  • Allen Bürgern, die in Gummistiefeln und Wathosen mit anpackten
  • Der Gaststätte "Pik Ass" in Rossow und allen, die mit warmen Getränken, Essen und organisatorischer Hilfe unterstützten

"Gemeinsam haben sie gezeigt, was eine starke Dorfgemeinschaft ausmacht", resümiert Tobi. Die erfolgreiche Bewältigung der Krise hat den Zusammenhalt in Rossow weiter gestärkt und beweist, dass gemeinsames Handeln selbst massiven Naturgewalten trotzen kann.

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