Vom Kriegsflüchtling zur erfolgreichen Konditorin in der Uckermark
Seit dem Ausbruch des Ukrainekrieges im Jahr 2022 sind mehr als eine Million Menschen nach Deutschland geflohen. Eine von ihnen ist Anzhelika Lopareva, die 35-Jährige aus Schytomyr, die in Pinnow bei Schwedt in der Uckermark ein neues Zuhause gefunden hat. Hier baut die alleinstehende Migrantin mit großem Engagement ihr eigenes Back-Business auf und verfolgt beharrlich ihre beruflichen Träume.
Offizielle Genehmigungen für die hauseigene Backstube
Seit einem Jahr ist Anzhelika Lopareva selbstständig und arbeitet mit vollem Einsatz an ihrer Karriere. Mit der erforderlichen Genehmigung der Handwerkskammer darf sie in ihrer kleinen Wohnung Kuchen und Torten herstellen. Den notwendigen Sachkundenachweis hat sie kürzlich erworben, ebenso wie die offizielle Genehmigung des Hygieneamtes erhalten. „Ich bin so froh, dass mir in meiner Küche diese Möglichkeit geboten wird“, sagte die Ukrainerin stolz dem Nordkurier, der sie bei der jüngsten Hochzeitsmesse in Schwedt an ihrem Stand interviewte.
Vielfältiges Angebot und regionale Präsenz
Die begnadete Konditorin stellt eine beeindruckende Auswahl an Backwerken her:
- Mehrstöckige, opulente Hochzeits- und Motivtorten
- Mousse und Cupcakes mit viel Fantasie
- Macarons nach eigener Rezeptur
Der Traum vom eigenen Back-Studio und Workshops
Anzhelika Loparevas großer Traum ist ein eigenes Back-Studio, in dem Brautpaare das Sortiment nicht nur begutachten, sondern auch verkosten können. Bereits jetzt veranstaltet sie regelmäßig Back-Workshops für kleine und große Teilnehmer. „Ich bin zuversichtlich, dass das klappt und ich mein Business Schritt für Schritt erweitern kann“, erklärt die ambitionierte Unternehmerin. Auch für Baby-Partys und Kindergeburtstage fertigt sie individuelle Leckereien an.
Sprachliche Integration und persönliche Entwicklung
In den vergangenen vier Jahren hat Anzhelika Lopareva nicht nur ihre Konditorenkünste verfeinert, sondern auch intensiv Deutsch gelernt. Die ehrgeizige Osteuropäerin spricht die Sprache mittlerweile fast fehlerfrei und hat kürzlich sogar die anspruchsvolle B2-Prüfung mit Bravour bestanden. Dennoch ist die bescheidene Frau noch nicht ganz zufrieden: „Ich will besser werden - überall“, betont sie mit dem charakteristischen Willen, der ihren Neuanfang in Deutschland prägt.



