Axel-Springer-Preis für Nachwuchsjournalisten verliehen: Orientierung und Mut ausgezeichnet
Axel-Springer-Preis: Nachwuchsjournalisten geehrt

Berlin – Große Ehre für den journalistischen Nachwuchs! Am Abend wurden zum 35. Mal herausragende junge Journalistinnen und Journalisten mit dem Axel-Springer-Preis für jungen Journalismus ausgezeichnet. Der renommierte Preis wird seit 1991 verliehen und seit 2020 von der Axel Springer Academy of Journalism & Technology ausgerichtet. Prämiert wurden Arbeiten, die durch investigative Recherche, gesellschaftliche Relevanz und innovative Erzählformen überzeugen.

Preisverleihung in Berlin

Die Auszeichnung ging an Beiträge in fünf Kategorien: Politik & Wirtschaft, Report, Podcast, Innovation und Unterhaltung. Eine unabhängige Jury entschied über die Gewinner. Miriam Krekel, Leiterin der Axel Springer Academy of Journalism & Technology, betonte in ihrem Grußwort: „Gerade in Zeiten wachsender Unsicherheit und rasanter Veränderungen braucht es Journalismus, der Orientierung bietet, aber auch Zuversicht schenkt und Vertrauen schafft.“

Die Preisträger im Überblick

  • Innovation: Max Fluder, Joana Hahn, Corinna Koch, Torben Kassler, Joscha F. Westerkamp, Franka Bals, Katharina Erschov und David Kulessa gewinnen mit „Schwerpunkt Zuversicht“ (Süddeutsche Zeitung). Die multimediale Arbeit zeigt, wie wichtig Zuversicht in Krisenzeiten ist – besonders für junge Menschen. Reportage, Datenanalyse und interaktive Formate werden kombiniert.
  • Podcast: Till Wilhelm, Ilayda Karakurt, Marvin Schulze und Omeima Garci gewinnen mit „Der Absturz von Mois“ (ARD-Audiothek). Der Podcast analysiert den Aufstieg und Fall eines der bekanntesten deutschen YouTuber – mit Stimmen von Weggefährten, Experten und Insidern.
  • Politik & Wirtschaft: Michèle Borcherding, Clemens Justus, Clara Veihelmann, Luca-Marie Hoffmann, Julius Nieweler, Sergen Kaya und Tobias Wellnitz gewinnen mit „Die große Bedroh(n)ung“ (BILD & WELT). Die Recherche analysierte mehr als 2.000 Drohnenvorfälle in Deutschland im Jahr 2025 und liefert ein umfassendes Lagebild.
  • Report: Joshua Kocher gewinnt mit „Was wurde aus Team Africa?“ (GEO). Die Reportage blickt zehn Jahre nach der sogenannten Flüchtlingswelle auf die Lebenswege ehemaliger Spieler der Fußballmannschaft „Team Africa“ zurück – von Deutschland bis nach Gambia.
  • Unterhaltung: Paul Weinheimer gewinnt mit „Beten am Ballermann“ (ZEIT Campus). Der Beitrag begleitet mehr als 300 junge evangelikale Christen bei Einsätzen am Ballermann. Er zeigt Begegnungen mit Feiernden und Gespräche über Glauben, Krisen und religiöse Überzeugungen – zwischen Partykultur und Evangelikalismus. Das Publikum wählte ihn im Live-Voting zum Sieger.

Sonderpreis für mutige Kriegsreporterin

Neben den fünf Wettbewerbskategorien wurde auch dieses Jahr der „George-Weidenfeld-Sonderpreis für mutige Recherche“ vergeben. Er ist nach dem Verleger und Publizisten Lord George Weidenfeld (1919-2016) benannt, der sich zeitlebens für kritischen Journalismus einsetzte und den Nachwuchs förderte. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung geht an Cecilia Sala (30). Die italienische Journalistin berichtete als Kriegsreporterin unter anderem aus Afghanistan, Israel, der Ukraine und über den Iran. Miriam Krekel würdigte: „Cecilia Sala geht dorthin, wo Konflikte entstehen, spricht mit den Menschen und macht unterschiedliche Perspektiven sichtbar.“ Selbst ihre Inhaftierung im Iran habe sie nicht gestoppt – sie berichtet weiter aus Krisengebieten.

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Constantin Schreiber, Global Reporter von Axel Springer, ehrte die italienische Journalistin Cecilia Sala im Rahmen der Veranstaltung.

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