Die FIFA hat eine wichtige Änderung der Gelbsperren-Regelung für die kommende Weltmeisterschaft beschlossen. Künftig werden Gelbe Karten bereits nach den drei Gruppenspielen gestrichen, nicht erst nach dem Viertelfinale wie bisher. Dies gab der Fußball-Weltverband am Dienstag bekannt.
Hintergrund der Regelanpassung
Durch die Aufstockung des Teilnehmerfeldes von 32 auf 48 Teams bei der WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko (11. Juni bis 19. Juli) kommt eine zusätzliche K.o.-Runde mit 32 Mannschaften hinzu. Damit steigt die Gefahr, dass Spieler aufgrund von Gelbsperren in entscheidenden Partien wie dem Halbfinale fehlen. Die FIFA will mit der neuen Regelung solche Ausfälle verhindern.
Details der neuen Regel
Bislang wurden Gelbe Karten erst nach dem Viertelfinale gestrichen. Die neue Regelung sieht vor, dass Verwarnungen aus der Gruppenphase nicht mehr in die K.o.-Phase mitgenommen werden. Spieler, die in der Gruppenphase zwei Gelbe Karten erhalten, sind jedoch weiterhin für das nächste Spiel gesperrt. Die Regelung soll bei der heutigen Sitzung des FIFA-Councils offiziell bestätigt werden, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr.
Historische Fälle als Motivation
Die Anpassung erinnert an den Fall von Michael Ballack, der bei der WM 2002 im Finale gegen Brasilien fehlte, nachdem er im Halbfinale gegen Südkorea eine Gelbe Karte erhalten hatte. Solche Szenarien sollen künftig vermieden werden. Auch Bayern Münchens Trainer Vincent Kompany hatte sich zuletzt bei der UEFA für eine Lockerung der Gelbsperren-Regel in der Champions League eingesetzt, wo Verwarnungen ebenfalls nach dem Viertelfinale gestrichen werden.



