Reaktionen auf Aigner-Vorschlag: „So eine Bundespräsidentin braucht Deutschland jetzt“
Die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner (61, CSU) hat gute Aussichten, Nachfolgerin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) zu werden. Nach der klaren Unterstützungsansage von CSU-Chef Markus Söder (59) melden sich nun weitere prominente Stimmen zu Wort.
Söders Vorstoß: Ein Signal an CDU und Partei
„Wenn Ilse Aigner möchte, hat sie meine volle Sympathie und Unterstützung“, sagte Bayerns Ministerpräsident in einem Interview mit der Münchner „tz“. In der CSU gibt es nach BILD-Informationen mehrere Lesarten von Söders Vorstoß. Zunächst ist es eine Ansage an die CDU: Gegenüber der Schwesterpartei markiert die CSU frühzeitig ihren Anspruch – bei der Besetzung des höchsten Staatsamtes führt kein Weg an München vorbei. Es ist zudem ein Signal für interne Geschlossenheit: Söder und Aigner hatten in der Vergangenheit diverse Meinungsverschiedenheiten. Mit dem Vorschlag demonstriere Söder Einigkeit und Rückhalt innerhalb der CSU. Am wichtigsten jedoch: Das Profil von Ilse Aigner: Nach dem oft als „blass“ kritisierten Steinmeier soll eine stärkere, klare und volksnahe Nachfolgerin her.
Weber: „Genau so eine Bundespräsidentin braucht Deutschland jetzt“
Als einer der ersten Unions-Größen meldet sich nun auch CSU-Vize Manfred Weber (53), Chef der Konservativen im EU-Parlament, zu Wort. Weber zu BILD: „Ilse Aigner steht für Integrität, Bürgernähe und klare Haltung – über Parteigrenzen hinweg verbindend und entschlossen gegen Extremismus. Genau so eine Bundespräsidentin braucht Deutschland jetzt.“ Bereits im Juni 2025 hatte EVP-Chef Weber, einer der einflussreichsten Politiker in Brüssel, sie als geeignete Kandidatin ins Spiel gebracht.
SPD-Politiker Heil: „geeignete Kandidatin“
Ungewöhnlich: Auch aus der SPD kam schnell Wertschätzung. „Ich kenne und schätze Ilse Aigner seit vielen Jahren. Sie ist eine kluge und verantwortungsbewusste Demokratin und wäre mit Sicherheit eine geeignete Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin“, sagte der SPD-Politiker und ehemalige Arbeitsminister Hubertus Heil (53) dem „Tagesspiegel“. Diese Aussage zeigt, dass Aigner auch über Parteigrenzen hinweg Anerkennung findet.
Die Diskussion um die Nachfolge Steinmeiers gewinnt damit an Fahrt. Ob Aigner tatsächlich kandidiert, ist noch offen. Doch die Unterstützung aus den eigenen Reihen und darüber hinaus ist beachtlich.



