Wissing enthüllt bei Lanz: Das würdelose Ende der Ampel-Regierung im Protokollsaal
Wissing enthüllt: Würdeloses Ampel-Ende bei Lanz

Ex-Minister Wissing enthüllt bei Markus Lanz: So würdelos endete die Ampel-Regierung

In der Talkshow von Markus Lanz hat der ehemalige Bundesverkehrsminister Volker Wissing jetzt erstmals detailliert geschildert, wie kläglich und unwürdig das Finale der Ampel-Koalition am 6. November 2024 verlief. Der FDP-Politiker, der als einziger Minister seiner Partei in der Regierung von Olaf Scholz verblieb, wirkte dabei noch immer sichtlich mitgenommen von den Ereignissen.

„Ich habe richtig körperlich gelitten“: Wissings beklemmende Schilderung

„Bundeskanzler Scholz hat ein Kompromisspapier auf den Tisch gelegt und gesagt, er möchte keine weiteren Debatten mehr“, berichtete Wissing mit ernster Miene. „Er wollte nur wissen, ob man zustimmen kann oder nicht. Als Finanzminister Christian Lindner das verneinte, hat der Kanzler ihn umgehend entlassen. In diesem Moment habe ich gelitten, weil ich das wahnsinnig destruktiv fand. Es war nur Destruktion, nur Zerstörung.“

Der Ex-Minister gestand sogar körperliche Reaktionen: „Ich war nicht krank, aber ich hatte so Unwohlsein, so richtige Krämpfe, weil ich mich innerlich gewehrt habe, aber ich konnte es nicht verhindern. Diese ganze Sache war nicht sehr erhaben. Da ist etwas zerstört worden, was man auch hätte zum Erfolg führen können.“

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Das Finale im Protokollsaal: Zwischen Geschirr und Kaffeetassen

Wissing lieferte erschütternde Details zum Ablauf: „Das Ganze spielte sich in einem Protokollsaal im Bundeskanzleramt ab, mit hufeisenförmig angeordneten Tischen. Die SPD saß am Kopfende, Grüne und FDP einander gegenüber. Nach Lindners Entlassung wurden die Gespräche mit den verbliebenen FDP-Ministern einzeln geführt – hinter einer Trennwand, wo normalerweise Geschirr für Empfänge gelagert wird.“

„Mein Gespräch mit dem Bundeskanzler bestand aus genau zwei Wörtern“, so Wissing weiter. „Er fragte: Bleibst du? Und ich antwortete mit einem Wort. Mehr wurde dort nicht besprochen. Scholz hat mich dazu gezwungen, eine eigene Entscheidung zu treffen. Das war, wie ich finde, ein großer Moment, auch von ihm.“

Lanz‘ Reaktion: Zwischen Ungläubigkeit und Betroffenheit

Moderator Markus Lanz zeigte sich zunächst ungläubig: „Das ist nicht wahr!“ Als Wissing die Szenerie mit „alten Kaffeetassen“ beschrieb, prustete Lanz los: „Das ist einerseits so trivial und andererseits so spektakulär!“ Doch schnell wurde ihm die Tragweite bewusst: „Man stellt sich das als Bürger anders vor. Man denkt immer, da gibt es diese Erhabenheit des Moments.“

Wissing blieb ernst: „Räume sind am Ende immer irgendwie banal. Aber diese Situation war besonders traurig und würdelos.“ Die Schilderung des Ex-Ministers gibt einen beispiellosen Einblick in die letzten Stunden einer gescheiterten Regierungskoalition, die Deutschland über zwei Jahre geprägt hatte.

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