KI revolutioniert Bürgerkommunikation: Stade bietet 24-Stunden-Telefonservice
KI-Telefonservice in Stade rund um die Uhr verfügbar

KI revolutioniert Bürgerkommunikation: Stade bietet 24-Stunden-Telefonservice

Die Stadtverwaltung Stade hat einen innovativen Schritt in der digitalen Bürgerkommunikation vollzogen. Dank des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz ist die Verwaltung nun rund um die Uhr telefonisch erreichbar. Diese Entwicklung zeigt beispielhaft, wie sich die Kommunikation zwischen Behörden und Bürgern in Niedersachsen und darüber hinaus verändert.

Käpt'n Knut: Der KI-Chatbot für alle Fälle

Seit Ende Januar testet die Hansestadt Stade im Hintergrund einen sogenannten Voicebot, der telefonische Auskünfte erteilen kann. Wer die Nummer 04141/4010 außerhalb der regulären Dienstzeiten anruft, wird von Käpt'n Knut begrüßt – einem KI-Chatbot mit maritimem Flair. „Moin“ lautet der freundliche Gruß des digitalen Kapitäns, der dann Auskünfte zu Verwaltungsangelegenheiten gibt.

Bereits vor Weihnachten ging Käpt'n Knut als schriftlicher Chatbot auf der Website der Stadt online. Die Erweiterung um Sprachfunktionen markiert nun einen weiteren Meilenstein. „Das zusätzliche Angebot kommt sehr gut an“, bestätigt Stadtrat Carsten Brokelmann die positive Resonanz der Bürgerinnen und Bürger.

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Datenbasis und Funktionsweise

Der Voicebot greift wie sein schriftliches Pendant auf umfangreiche Datengrundlagen zurück:

  • Die offiziellen Internetseiten der Stadt Stade
  • Die Plattformen der Stade Marketing und Tourismus GmbH
  • Das Online-Serviceportal der Stadtverwaltung

Diese breite Informationsbasis ermöglicht es dem KI-System, präzise und aktuelle Auskünfte zu erteilen, ohne dass menschliches Personal außerhalb der regulären Arbeitszeiten verfügbar sein muss.

KI-Trend in niedersächsischen Kommunen

Die Entwicklung in Stade ist kein Einzelfall. Der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund beobachtet einen klaren Trend: „Auch kleinere und mittlere Städte und Gemeinden setzten sich zunehmend mit KI-Lösungen auseinander“. Die Bürgerkommunikation entwickelt sich in vielen Kommunen in ähnliche Richtungen.

Ein konkretes Beispiel ist die Gemeinde Großenkneten im Landkreis Oldenburg. Dort antwortet bereits der Chatbot „Kneti“ auf Bürgeranfragen – allerdings bisher nur schriftlich. Auf der Homepage der Gemeinde stellt sich das System vor: „Hallo, ich bin Kneti, Assistent mit künstlicher Intelligenz.“ Eine Sprachfunktion steht hier noch aus.

Vielfältige Anwendungsbereiche

Viele Kommunen in Niedersachsen erproben derzeit KI-basierte Anwendungen in verschiedenen Bereichen:

  1. Direkte Kommunikation mit Bürgerinnen und Bürgern
  2. Interne Assistenzsysteme für das Wissensmanagement
  3. Automatisierte Bearbeitung von Standardanfragen

Der Städte- und Gemeindebund prognostiziert eine weitere Ausweitung des KI-Einsatzes in den kommenden Monaten. Hintergrund ist, dass verschiedene KI-Plattformen zunehmend über die kommunalen IT-Dienstleister angeboten werden und somit für mehr Gemeinden verfügbar werden.

Zukunftsperspektiven

Der erfolgreiche Testbetrieb in Stade zeigt, dass KI-gestützte Bürgerservices nicht nur technisch machbar sind, sondern auch von der Bevölkerung angenommen werden. Die 24-Stunden-Verfügbarkeit stellt einen deutlichen Fortschritt in der Servicequalität dar und könnte zum Standard in der kommunalen Verwaltung werden.

Während sich die Technologie weiter entwickelt, bleibt die Herausforderung, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen automatisierter und persönlicher Beratung zu finden. Die Erfahrungen in Stade und anderen niedersächsischen Kommunen werden hier wertvolle Erkenntnisse liefern für die Gestaltung zukunftsfähiger Bürgerdienste.

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