Schnee im Frühling: So entsteht das Wetterphänomen
Schnee im Frühling: Entstehung und Arten

Schneeflöckchen, Weißröckchen … Frischer, unberührter Schnee, der lautlos über Nacht gefallen ist und alles weiß überzieht, lässt Kinderaugen im Winter strahlen. Für viele ist er allerdings nach kurzer Zeit ein nerviger Begleiter im Alltag, denn er bringt Stau, Glätte, Kälte und Verspätungen mit sich.

Doch wie entsteht Schnee eigentlich? Und wieso fällt er manchmal sogar noch im Mai? Alles Wissenswerte über dieses Wetterphänomen, seine Entstehung und seine verschiedenen Erscheinungsformen lesen Sie hier.

Was ist Schnee?

Viele winzige Schneekristalle sind in einem festen Kristallgitter miteinander verbunden und bilden zusammen den Schnee. Schneeflocken entstehen durch eine Abfolge verschiedener physikalischer Prozesse. Sie sind also nicht einfach gefrorene Wassertropfen.

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Die einzelnen Kristalle weisen in der Regel eine sechseckige Form auf, die durch die Gitterstruktur der Wassermoleküle entsteht. Herrschen ausreichend niedrige Temperaturen, entwickelt sich daraus die charakteristische sternförmige Gestalt. Welche genaue Form eine Schneeflocke annimmt, hängt von der Temperatur und den jeweiligen Feuchtigkeitsbedingungen in der Luft ab.

Wie entsteht Schnee?

  1. Feuchtigkeit in der Luft: Damit sich Schnee bildet, muss in der Luft Feuchtigkeit bzw. Wasserdampf vorhanden sein. Diese entsteht aus verdunstetem Wasser von Seen, Flüssen, dem Meer oder direkt aus dem Boden.
  2. Abkühlung: Entscheidend ist die Temperatur in der Atmosphäre. Um Schnee zu bilden, muss die Lufttemperatur unter den Gefrierpunkt (0 Grad Celsius) fallen. Je kälter die Luft, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass Schnee fällt.
  3. Keimbildung: Damit aus Wasserdampf Eiskristalle entstehen, müssen winzige Partikel gebildet werden – sogenannte Eiskeime. Sie entstehen aus Staub, Salzkristallen oder anderen festen Partikeln in der Atmosphäre. Um sie herum bilden sich dann die Eiskristalle aus dem gefrierenden Wasserdampf.
  4. Kristallwachstum: Diese winzigen Eiskristalle wachsen weiter. Wie groß sie werden, hängt von Temperatur und Luftfeuchtigkeit ab. So entstehen winzige oder größere Kristalle, die sich zu unterschiedlich großen Flocken oder festen Körnchen entwickeln.
  5. Fall nach unten: Wenn die Schneekristalle groß und schwer genug sind, fallen sie zur Erde. Auch während des Falls verbinden sie sich weiter miteinander. Unter günstigen Bedingungen entstehen Millionen Schneekristalle, die am Boden eine Schneedecke bilden.

Wie kalt muss es sein, damit Schnee liegen bleibt?

Ob Schnee liegen bleibt, hängt von verschiedenen Bedingungen ab: Fällt er bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, hält er sich länger. Liegen die Temperaturen knapp darüber, geht der Schneefall häufig in Regen über. Ist der Boden bereits abgekühlt, kann der Schnee dennoch gefrieren und liegen bleiben.

Schnee kann nicht nur im Winter fallen: Während der Eisheiligen im Mai kühlen sich Atmosphäre und Boden in höheren Gebieten oft so weit ab, dass Schneeflocken den Boden erreichen und kurz liegen bleiben – obwohl zuvor warmes Frühlingswetter herrschte.

Welche Schneearten gibt es?

  • Neuschnee: Frisch gefallener Schnee, der nicht von anderen Elementen beeinflusst wurde. Er ist oft locker und leicht.
  • Pulverschnee: Feine, lockere, trockene Kristalle. Leicht und fluffig – ein Traum für Skifahrer.
  • Nassschnee: Feuchter und schwerer als Pulverschnee, klumpt schnell. Für Wintersport weniger geeignet.
  • Firn: Entsteht aus Neuschnee, kompakter als Pulverschnee, aber leicht zu befahren.
  • Harsch: Durch Schmelzen und Wiedergefrieren entstanden, oft sehr hart und schwer zu befahren.
  • Triebschnee: Pulvrig, durch Wind verfrachtet und an einer Stelle angehäuft.

Fakten über Schnee

Die größte je beobachtete Schneeflocke hatte einen Durchmesser von 38 Zentimetern und wurde 1887 in Montana, USA, gesichtet. Übliche Schneeflocken sind etwa fünf Millimeter groß.

In Schneeflocken eingeschlossene Luftbläschen erzeugen einen schrillen Ton, wenn die Flocke ins Wasser fällt. Dieser Ton hat eine Frequenz von 50 bis 200 Kilohertz und ist für das menschliche Ohr nicht hörbar.

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In einer verschneiten Umgebung scheint alles leiser – wissenschaftlich belegt: Die Luft im Schnee verschluckt den Schall, Geräusche ertönen leiser.

Weitere Wetterphänomene sind Regen, Sonnenschein, Wind und Hagel. Seltenere Phänomene sind etwa Nordlichter.