Großbritannien verbietet elf Rechtsextremen Einreise vor Demo
Großbritannien verbietet elf Rechtsextremen Einreise

Britische Regierung verhängt Einreiseverbote vor rechter Demonstration

Die britische Regierung hat vor einer für Samstag geplanten Demonstration in London elf Personen die Einreise ins Land verboten. Wie Premierminister Keir Starmer auf der Plattform X mitteilte, handelt es sich bei den Betroffenen um „rechtsextreme Agitatoren“, die nach Großbritannien kommen wollten, um extremistische Ansichten zu verbreiten. Die Maßnahme zielt darauf ab, mögliche Ausschreitungen zu verhindern.

Laut einem Bericht von „t-online“ ist unter den Betroffenen auch der AfD-Europaabgeordnete Petr Bystron. Er sollte offenbar als Redner an der Demonstration teilnehmen. Weitere Einreiseverbote richten sich gegen die islamfeindliche Influencerin Valentina Gomez aus den USA sowie die Politiker Filip Dewinter aus Belgien und Dominik Tarczyński aus Polen. Die Behörden gehen davon aus, dass diese Personen zur Eskalation der Lage beitragen könnten.

Hintergrund der Demonstration

Der „Unite the Kingdom“-Marsch wird vom rechtsextremen Aktivisten Tommy Robinson organisiert, der mit bürgerlichem Namen Stephen Yaxley-Lennon heißt. Bereits bei einer Demonstration im September 2025 mobilisierte er mehr als 100.000 Menschen. Damals kam es zu schweren Ausschreitungen, bei denen mehrere Polizisten verletzt wurden. Robinson ist einer der bekanntesten Rechtsextremen Großbritanniens und früherer Chef der English Defence League. Er ist für seine islamfeindlichen Aktivitäten bekannt und stand bereits mehrfach vor Gericht.

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Premierminister Starmer betonte, dass die Organisatoren der Demo „Hass und Spaltung“ schüren würden. Wer auf den Straßen Londons Chaos anrichte, müsse „mit der ganzen Härte des Gesetzes rechnen“. Seine Regierung setze sich stets für friedliche Proteste ein, werde aber entschlossen gegen Hass vorgehen. Robinson reagierte auf X mit scharfen Worten und bezeichnete Starmer als „Feind der Briten“.

Polizei bereitet Großeinsatz vor

Die Londoner Polizei plant unterdessen einen massiven Einsatz. Rund 4000 Beamte sollen am Samstag in der britischen Hauptstadt im Dienst sein. Neben dem rechten Marsch ist auch eine größere propalästinensische Demonstration angekündigt. Die Polizei will Zusammenstöße zwischen den beiden Lagern verhindern und für Sicherheit sorgen. Die Lage bleibt angespannt, und die Behörden appellieren an die Vernunft aller Beteiligten.

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