Vor dem letzten regulären Saisonspiel in Saarbrücken (Samstag, 13.30 Uhr) kämpft Hansa nicht nur um Punkte – sondern gegen die eigene Personalnot. Der Traum vom Aufstieg lebt. Doch ausgerechnet jetzt wackelt die Abwehr gewaltig.
Hansa vor Saarbrücken mit Abwehr-Sorgen
Ahmet Gürleyen fehlt genauso wie Florian Carstens (Knöchelverletzung und Hüftprobleme), Jan Mejdr (Kreuzbandriss) und Paul Stock (Muskelbündelriss). Vier Ausfälle, davon sind drei Stammkräfte hinten drin. Kurz vor dem Saison-Endspurt wird jede Entscheidung zur Nervenprobe.
Dabei musste der Klub schon im Winter einen schweren Schlag verkraften. Stürmer Ryan Naderi wechselte für die Rekordsumme von sechs Millionen Euro zu den Glasgow Rangers. Mit ihm ging der Top-Stürmer – und ein zentraler Baustein im Aufstiegsrennen.
Damals stellte sich Trainer Brinkmann demonstrativ vor sein Team. „Am Ende, wenn es mit dem Aufstieg nicht klappt, dann muss ich den Kopf hinhalten.“
Brinkmann trotzt dem Druck
Jetzt, vor dem Saisonfinish, stellt sich die Druckfrage erneut. Doch Brinkmann bleibt demonstrativ gelassen. „Nein. Ich sehe mich als Teil eines großen Vereins und ich bin ein Faktor von ganz vielen.“ Über die bisherige Saison sagt er: „Wir wollen besser sein als letztes Jahr.“ Die Zahlen geben ihm recht. 60 Punkte letztes Jahr, jetzt schon 64. „Die Saison hat auch gute Sachen hervorgebracht.“
64 Punkte – Hansa über Vorjahreswert
Was er damit meint, sind Namen wie Benno Dietze und Jonas Dirkner. Junge Spieler, die sich entwickelt haben. Und natürlich die Millionen aus dem Naderi-Transfer, die dem Verein neuen Spielraum verschaffen.
Sportlich ist noch alles drin. Platz drei bis sechs ist möglich. Ob Hansa sogar eine bessere Platzierung erreicht als im Vorjahr, entscheidet sich am Samstag in Saarbrücken. Nach der Partie will Brinkmann – sofern Duisburg und Essen nicht versagen – direkt in die Planungen für die nächste Saison einsteigen. Das Ziel bleibt die 2. Bundesliga.



