Gunnar Schupelius: Was denkt die Frau in der Burka vor meiner Tür wirklich?
Gunnar Schupelius: Die Frau in der Burka vor meiner Tür

Eine verstörende Begegnung in Berlin-Wilmersdorf

Vor meiner Wohnung in Berlin-Wilmersdorf steht eine einfache Bank. An einem Abend saß dort ein Mensch, vollständig in eine schwarze Burka gehüllt. Es handelte sich mit Sicherheit um eine Frau. Durch den schmalen Schlitz im Gewand in Höhe der Augen konnte ich lediglich zwei Augäpfel erkennen, die unruhig kreisten, sowie Wimpern, die rhythmisch auf- und niederschlugen. Vor dieser verschleierten Frau stand ein junger Mann mit dunklem Vollbart, der lebhaft gestikulierte. Dann beugte er sich vor und küsste sie auf den schwarzen Umhang in Höhe der Stirn.

Die ungestellten Fragen

Ich hätte diese Frau so gerne direkt angesprochen. Wie fühlt sie sich unter dieser vollständigen Verhüllung? Trägt sie den Nikab aus freien Stücken oder steht sie unter einem Zwang? Welche Frau wünscht sich ernsthaft, unsichtbar zu sein und selbst kaum etwas von der Welt wahrnehmen zu können? Und was würde geschehen, wenn sie sich entschließen würde, die Burka abzulegen? Würde ihr dann ein ähnliches Schicksal drohen wie Hatun Sürücü, die im Jahr 2005 in Berlin-Tempelhof von ihren eigenen Familienmitgliedern ermordet wurde, weil sie ein freies, selbstbestimmtes Leben führen wollte?

Letztendlich ging ich jedoch schweigend an der Frau vorbei und stellte meine Fragen nicht. Zu Hause angekommen, stieß ich auf eine äußerst beunruhigende Nachricht: Aktuelle Studien zeigen, dass 45 Prozent der in Deutschland lebenden Muslime, die jünger als 40 Jahre sind, eine Neigung zum Islamismus aufweisen. Konkret halten 23,8 Prozent von ihnen einen islamischen Gottesstaat für die beste politische Lösung, und 25,1 Prozent stellen die Regeln des Koran über die Werte des deutschen Grundgesetzes.

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Die alarmierenden Zahlen des MOTRA-Forschungsverbunds

Diese besorgniserregenden Daten wurden vom Forschungsverbund MOTRA veröffentlicht, was für „Monitoringsystem und Transferplattform Radikalisierung“ steht. Dieser Verbund wird direkt von der Bundesregierung beauftragt und erforscht seit dem Jahr 2019 systematisch die religiöse und politische Radikalisierung innerhalb Deutschlands. Die Untersuchungen zeigen ein klares Bild: Junge Muslime in unserem Land werden gezielt über soziale Medienplattformen wie TikTok von radikalen Hasspredigern indoktriniert und beeinflusst.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Frau auf der Bank vor meiner Haustür ein Opfer genau dieser gezielten Indoktrination geworden ist. Sie sitzt dort als stummes Symbol einer gefährlichen Entwicklung, die unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung zunehmend unter Druck setzt. Wer oder was kann diese besorgniserregende Tendenz noch aufhalten? Die Frage bleibt unbeantwortet und beschäftigt mich zutiefst.

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