In Moskau wächst die Sorge vor einer Störung der Feierlichkeiten zum „Tag des Sieges“ am 9. Mai. Ein im Internet kursierendes KI-Video verspottet den Kremlherrscher Wladimir Putin und seine angebliche Angst vor ukrainischen Drohnenangriffen. Die Sicherheitsvorkehrungen in der russischen Hauptstadt wurden deutlich verschärft.
Strengere Sicherheitsmaßnahmen und Internetabschaltungen
Nur wenige Tage nach einem ukrainischen Drohnenangriff auf ein Hochhaus in Moskau sind die Vorbereitungen für die Gedenkfeierlichkeiten von erhöhter Vorsicht geprägt. In Moskau und anderen Großstädten wurde vorsorglich der Zugang zum Internet und zu Mobilfunkdiensten eingeschränkt. Offiziell wurde dies mit Sicherheitsgründen begründet.
Drohungen gegen Kyjiw
Die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa kündigte einen Vergeltungsschlag gegen die ukrainische Hauptstadt Kyjiw an, falls die Ukraine die Feierlichkeiten am 9. Mai stören sollte. Ausländische Botschaften in Kyjiw wurden aufgefordert, ihr Personal für den Fall eines solchen Angriffs in Sicherheit zu bringen.
Moskau ignorierte derweil eine von Kyjiw ausgerufene Feuerpause. Aktuelle Bilder zeigen die Folgen eines Luftangriffs auf einen Kindergarten in der Stadt Sumy im Nordosten der Ukraine.
Putin zeigt sich demonstrativ geschäftig
Wladimir Putin ließ sich zuletzt demonstrativ geschäftig in Mordwinien ablichten, rund 600 Kilometer östlich von Moskau. Die Behörden begründeten die Absage der Parade zum „Tag des Sieges“ in 15 Regionen Russlands vage mit der „operativen Lage“. Das KI-Video, das im Internet die Runde macht, würde diese Situation wohl auf seine Weise bebildern.
Die traditionelle Militärparade am 9. Mai ist ein zentrales Ereignis in Russland. Doch in diesem Jahr überschatten die Drohnenangriffe und die verschärfte Sicherheitslage die Feierlichkeiten. Das KI-Video, das Putins angebliche Angst verspottet, ist ein weiteres Zeichen für die angespannte Situation.



