Berliner Strom-Terror: Millionenförderung bringt Durchbruch bei Ermittlungen
Die Jagd auf die linksextreme „Vulkangruppe“ hat nach dem verheerenden Sabotageakt auf die Berliner Stromversorgung im Januar 2026 eine entscheidende Wende genommen. Wie das Bundesinnenministerium (BMI) bestätigt, hat die ausgelobte Belohnung von einer Million Euro offenbar die jahrelange Mauer des Schweigens durchbrochen: Hunderte Personen haben sich mit Hinweisen gemeldet.
Hunderte Hinweise aus der Bevölkerung
Eine Sprecherin des BMI erklärte gegenüber Medien: „Die Belohnung von einer Million Euro zur Ermittlung der Täter des Anschlags auf die Energieinfrastruktur in Berlin hat zu mehreren Hundert Hinweisen aus der Bevölkerung geführt. Allen Hinweisen wird nachgegangen. Einige Spuren werden aktuell intensiver verfolgt.“ Die Ermittlungen unter der Leitung des Generalbundesanwalts laufen auf Hochtouren, wobei das Bundeskriminalamt (BKA) und der Verfassungsschutz eng zusammenarbeiten.
Schwerster Anschlag einer langen Serie
Der Angriff auf die Kabelbrücke am Teltowkanal legte 45.000 Haushalte und 2.200 Betriebe im Südwesten Berlins tagelang lahm. Dieser Sabotageakt stellt die bisher schwerste Tat in einer Reihe von Anschlägen dar, die bis zum Brandanschlag auf das Tesla-Werk in Grünheide im März 2024 und weitere Jahre zurückreicht. Zu den früheren Taten zählen insbesondere:
- Anschläge auf S-Bahn-Kabel in Pankow (2021)
- Angriffe auf Umspannwerke in Charlottenburg (2018)
Ermittler ziehen den Kreis enger
Die Spezialisten von BKA und Verfassungsschutz gleichen die neuen Zeugenaussagen derzeit mit den Tatortprofilen vergangener Jahre ab. Während die „Vulkangruppe“ über Jahre hinweg kaum forensische Spuren hinterließ, liefern die aktuellen Hinweise nun erstmals konkrete Ansätze zu den Täterstrukturen im Untergrund. Aus Ermittlungsschutzgründen werden keine weiteren Details zu den Zeugenhinweisen öffentlich gemacht.
Fokus auf digitale Spuren und Berliner Umland
Die Ermittlungen konzentrieren sich aktuell auf zwei Hauptbereiche: die Auswertung digitaler Spuren sowie konkrete Hinweise zu möglichen Verstecken und Mittätern im Berliner Umland. Diese neue Entwicklung markiert einen signifikanten Fortschritt in der Aufklärung der terroristischen Aktivitäten, die die kritische Infrastruktur der Hauptstadt ins Visier genommen haben.



