Block-Prozess: Jugendamts-Zeugin widerspricht Klaras Schilderung - 37. Verhandlungstag
Block-Prozess: Jugendamt-Zeugin widerspricht Klaras Aussage

37. Verhandlungstag im Block-Prozess: Jugendamts-Zeugin widerspricht Klaras Schilderung

Nach einer vierwöchigen Unterbrechung wurde der aufsehenerregende Block-Prozess am Montag vor dem Landgericht Hamburg fortgesetzt. Der 37. Verhandlungstag brachte eine bedeutende Zeugenaussage, die im direkten Widerspruch zu früheren Aussagen der betroffenen Kinder steht.

Widersprüchliche Schilderungen des Jugendamts-Besuchs

Als Zeugin wurde eine Mitarbeiterin des Hamburger Jugendamts vernommen, die Christina Block wenige Tage nach der umstrittenen Entführung ihrer Kinder in Hamburg besucht hatte. Bei diesem Termin traf die Sozialarbeiterin auch die Kinder Klara (15) und Theodor (12). Ihre Darstellung des Treffens steht jedoch in deutlichem Kontrast zu dem, was Klara später berichtet haben soll.

Laut einer Sprachnachricht, die die 15-Jährige zwei Wochen nach dem Jugendamts-Besuch aufgezeichnet haben soll, habe die Sozialarbeiterin sie „gar nichts gefragt“ und „die ganze Situation gefühlt ignoriert“. Diese Aussage wird nun durch die Zeugin in Frage gestellt, was neue Fragen im komplexen Verfahren aufwirft.

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Hintergrund des Strafverfahrens

Christina Block (52), Erbin der bekannten Steakhaus-Kette „Block House“, muss sich vor dem Hamburger Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, die Entführung ihrer beiden Kinder Theodor (12) und Klara (15) in der Silvesternacht 2023/24 durch eine israelische Sicherheitsfirma in Auftrag gegeben zu haben.

Die Geschwister lebten seit dem Jahr 2021 beim Vater Stephan Hensel (52) in Dänemark. Der Fall hat sich aus einem langjährigen Sorgerechtsstreit entwickelt, der zwischen den geschiedenen Elternteilen eskaliert ist.

Endgültiger Sorgerechtsverlust für Christina Block

Parallel zum Strafverfahren hat Christina Block im zivilrechtlichen Sorgerechtsstreit eine entscheidende Niederlage erlitten. Der Oberste Gerichtshof in Dänemark hat kürzlich ihren Antrag auf Zulassung der Berufung abgelehnt, womit die Entscheidung endgültig ist.

Damit bleibt ihr Ex-Mann Stephan Hensel alleiniger Sorgeberechtigter für die beiden Kinder. Die Richter sahen keine Hinweise darauf, dass der Vater die Kinder gegen ihre Mutter beeinflusst habe. Eine neue Begutachtung lehnten sie mit der Begründung ab, diese wäre schädlich für das Wohl der Kinder.

Die Kinder bleiben unter strengen Sicherheitsvorkehrungen an einem geheimen Ort in Dänemark. Für Christina Block bedeutet das Urteil, dass sie ihre Kinder bis zu deren Volljährigkeit nicht sehen darf.

Komplexes Verfahren mit vielen Beteiligten

Der Kriminalfall Block hat sich zu einem äußerst komplexen Verfahren entwickelt, in dem zahlreiche Personen und Institutionen involviert sind. Neben den unmittelbaren Familienmitgliedern spielen israelische Sicherheitsagenten, Detektive, Prominente und verschiedene Verwandte von Christina Block eine Rolle.

Die Vielzahl der Beteiligten und die internationale Dimension des Falls machen es schwierig, den Überblick zu behalten. Der aktuelle Verhandlungstag mit der widersprüchlichen Zeugenaussage zeigt erneut, wie kontrovers und vielschichtig die Beweislage in diesem außergewöhnlichen Verfahren ist.

Der Prozess vor dem Hamburger Landgericht wird voraussichtlich noch mehrere Verhandlungstage in Anspruch nehmen, während die Öffentlichkeit gespannt auf weitere Entwicklungen in diesem außergewöhnlichen Familien- und Strafrechtsfall wartet.

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