Gerichtsprozess gegen Marius Borg Høiby: Ex-Freundin schildert Gewaltvorwürfe in Oslo
Für Marius Borg Høiby (29), den Sohn von Mette-Marit (52), sind es harte Tage vor Gericht in Oslo. Der gestrige Mittwoch war besonders anspruchsvoll, da seine Ex-Freundin, die sogenannte Frau aus Frogner, ihre Aussage begann und eine Beziehung voller Streit, Demütigungen und Gewalt schilderte. Sie setzt ihre Aussage am heutigen Donnerstag fort und beschreibt schockierende Vorwürfe.
Emotionale Aussagen der Ex-Freundin
Vor Gericht behauptet die Frau, dass Høiby sie angespuckt, mit der flachen Hand geschlagen und mehrfach gewürgt habe. Bei einer Geburtstagsfeier von Königin Sonja (87) im Jahr 2024 soll er sie sogar unter der Dusche angepinkelt haben. „Es ist sehr erniedrigend“, sagte sie während ihrer Aussage. Die Nebenklageanwältin Mette Yvonne Larsen berichtete, dass die Frau versuchte, Blickkontakt zu vermeiden, und zum Ende des Prozesstages weinte, als sie über die angeblichen Gewalttaten sprach.
Tonaufnahmen und weitere Beweise
Am Mittwoch wurde eine Tonaufnahme eines Telefongesprächs abgespielt, in dem Høiby die Frau beschimpft und damit droht, ihre Sachen anzuzünden. Polizei-Staatsanwalt Andreas Kruszewski bestätigte gegenüber der Zeitung „VG“, dass im Laufe des Prozesses weitere Tonaufnahmen präsentiert werden sollen. Dies könnte die Beweislage erheblich beeinflussen.
Reaktion von Marius Borg Høiby
Nach Abschluss der Aussage der Ex-Freundin soll Marius Borg Høiby direkt zu den Vorwürfen vernommen werden. Seine Anwälte haben bereits vorgewarnt, dass er sich nur teilweise schuldig bekannt hat und die Vorwürfe nicht in vollem Umfang anerkennt. „Da er sich nur teilweise schuldig bekannt hat, liegt es auf der Hand, dass er das nicht ganz so sieht wie sie“, so seine Verteidigung. Der Prozess könnte hitzig werden, da die Vorwürfe schwerwiegend sind und von beiden Seiten unterschiedlich dargestellt werden.
Hintergrund des Falls
Die Frau aus Frogner, deren Identität zum Schutz geheim gehalten wird, beschuldigt Høiby auch, ihre Wohnung ramponiert zu haben, unter anderem mit einem Messer in der Wand, und eine Glastür mit der Faust eingeschlagen zu haben, was zu Blutspritzern führte. Sie behauptet zudem, dass er mehrfach gegen ein Kontaktverbot verstoßen habe. Der Prozess, der bereits am 20. Tag ist, bleibt angespannt, da weitere Aussagen und Beweise erwartet werden.
Die Gerichtszeichnerin hat Marius Borg Høiby während der Verhandlung skizzierend auf einem Notizblock festgehalten, während die emotionalen Aussagen seiner Ex-Freundin die Atmosphäre im Saal prägten. Die Öffentlichkeit und Medien wie BILD verfolgen den Fall aufmerksam, wobei Reporter vor Ort im Live-Ticker berichten.



