Im Prozess um den Tod des achtjährigen Fabian aus Güstrow stellt sich der Vater den Fragen des Richters. Es scheint, als wolle er die Wahrheit nicht sehen. Warum glaubt er offenbar so fest an die Unschuld der Angeklagten, seiner Ex-Freundin? Aus Rostock berichtet Wiebke Ramm.
Der Vater im Zeugenstand
Vor dem Landgericht Rostock sagte der Vater des getöteten Jungen aus. Er betonte mehrfach, dass er von der Unschuld seiner Ex-Freundin überzeugt sei. Diese ist angeklagt, Fabian getötet zu haben. Der Vater schilderte die Beziehung zu der Frau und erklärte, dass sie einen starken Einfluss auf sein Leben gehabt habe.
Die Beziehung zur Angeklagten
„Gina hat über mich und mein Leben bestimmt“, sagte der Vater über die Angeklagte. Er beschrieb eine intensive, aber auch problematische Beziehung. Trotz der schweren Vorwürfe gegen sie zeigt er sich weiterhin loyal. Der Richter konfrontierte ihn mit Widersprüchen in seinen Aussagen, doch der Vater blieb bei seiner Darstellung.
Die Reaktion des Gerichts
Das Gericht zeigte sich verwundert über die Hartnäckigkeit des Vaters. Die Staatsanwaltschaft wirft der Angeklagten vor, Fabian vorsätzlich getötet zu haben. Der Vater hingegen sieht keine Schuld bei ihr. Die Verhandlung wird fortgesetzt, weitere Zeugen sollen gehört werden.
Der Fall hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt. Fabian starb unter ungeklärten Umständen in Güstrow. Die Ermittlungen ergaben Hinweise auf ein Gewaltverbrechen. Die Angeklagte bestreitet die Tat. Der Prozess soll in den kommenden Wochen zu einem Urteil kommen.



