Alfons Schuhbecks Haft-Frage: Frist abgelaufen – Staatsanwaltschaft wartet auf Gutachten
Schuhbeck: Haft-Frist abgelaufen – Staatsanwaltschaft äußert sich

Alfons Schuhbecks Haft-Frage: Frist abgelaufen – Staatsanwaltschaft wartet auf Gutachten

Die entscheidende Frist im Fall des ehemaligen Starkochs Alfons Schuhbeck ist am 10. März 2026 abgelaufen. Die Staatsanwaltschaft München I muss nun über das weitere Schicksal des 76-Jährigen entscheiden, der wegen Betrugs mit Coronahilfen und Insolvenzverschleppung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren und drei Monaten verurteilt wurde. Eigentlich hätte Schuhbeck seine Strafe noch bis Oktober 2026 absitzen müssen, doch aufgrund seines schlechten Gesundheitszustandes kam er im März 2025 vorzeitig auf freien Fuß – unter Vorbehalt.

Staatsanwaltschaft: Gutachten zur Haftfähigkeit steht noch aus

Auf Anfrage teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München I mit: "Es wurde ein Sachverständiger beauftragt, ein Gutachten zur Frage der Haftfähigkeit zu erstellen, dieses liegt bislang nicht vor." Der Sachverständige habe mitgeteilt, dass das Gutachten voraussichtlich zeitnah erstattet werden könne. Bis zum Abschluss der Prüfung muss sich Schuhbeck nicht zum weiteren Vollzug der Haftstrafe in der Justizvollzugsanstalt einfinden.

Bereits im Dezember 2025 hatte die Staatsanwaltschaft erklärt, eine Unterbringung in einer Strafvollzugsanstalt sei aktuell nicht möglich, da die notwendige medizinische Behandlung nicht gewährleistet werden könne. Die endgültige Entscheidung wurde damals bis mindestens 10. März vertagt.

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Warum die Entscheidung so lange dauert

Der Münchner Promi-Anwalt Alexander Stevens erklärte im Dezember 2025, warum der Prozess so zeitaufwendig ist: "Das dauert, weil mehrere ärztliche Gutachten eingeholt und aktualisiert werden müssen und spezialisierte Behandlungen oft außerhalb der JVA stattfinden." Der bürokratische Aufwand sei enorm und könne sich finanziell auf einen fünfstelligen oder sogar niedrigen sechsstelligen Betrag belaufen.

Schuhbeck leidet an einer unheilbaren Krebserkrankung, und eine Veränderung seines gesundheitlichen Zustands gilt als fraglich. In dem einen Jahr, das er bereits in Freiheit verbringt, wurde keine Möglichkeit für eine erneute Unterbringung im Gefängnis gefunden.

Schuhbecks Leben in Freiheit

Obwohl sich Alfons Schuhbeck fast vollständig aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat, gibt es immer wieder Sichtungen und Botschaften von ihm. Am Sonntag, den 8. März, wurde er beim Familien-Grillen des FC Bayern München an der Säbener Straße gesichtet. Im Februar 2026 grüßte er die Gäste der Dinnershow Hullis mit einer Videobotschaft. Ansonsten verbringt er viel Zeit in seiner Wohnung am Platzl in München.

Die Frage, ob Schuhbeck tatsächlich zurück ins Gefängnis muss, könnte in den nächsten Tagen beschlossen werden. Eine erneute Unterbringung hinter Gittern gilt jedoch als fraglich, solange die medizinische Versorgung nicht sichergestellt ist. Es bleibt abzuwarten, zu welchem Schluss der Gutachter in diesem komplexen Fall kommt.

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