Siebte Hinrichtung in den USA im Jahr 2026 vollzogen
Im US-Bundesstaat Florida ist ein 54-jähriger Mann durch die Todesstrafe hingerichtet worden. Michael King wurde am Dienstagabend um 18.13 Uhr Ortszeit im Staatsgefängnis von Raiford mittels einer Giftspritze exekutiert, wie die Justizbehörden von Florida offiziell mitteilten. King war wegen der Vergewaltigung und Ermordung einer 21-jährigen Mutter von zwei Kindern im Jahr 2008 verurteilt worden.
Details zur Tat und Vollstreckung
Die Hinrichtung markiert die siebte Exekution in den Vereinigten Staaten im laufenden Jahr 2026 und zugleich die vierte in Florida allein. Ende Februar war bereits ein 65-jähriger Mann, Melvin Trotter, wegen eines fast 40 Jahre zurückliegenden Mordes hingerichtet worden. Trotter hatte im Jahr 1986 die 70-jährige Ladenbesitzerin Virgie Langford während eines Raubüberfalls in Palmetto, Florida, erstochen und gewürgt.
Die Vollstreckung erfolgte ebenfalls per Giftspritze, ein Verfahren, das in vielen Ländern weltweit auf scharfe Kritik stößt, aber in 23 der 50 US-Bundesstaaten weiterhin praktiziert wird. US-Präsident Donald Trump gilt als bekennender Befürworter der Todesstrafe.
Weitere Hinrichtungen in anderen Bundesstaaten
Die erste Hinrichtung des Jahres 2026 fand im Bundesstaat Texas statt. Dort wurde der 55-jährige Charles Thompson wegen des Doppelmords an seiner Ex-Freundin und ihrem neuen Freund exekutiert. Die Vollstreckung erfolgte im Staatsgefängnis in Huntsville. Interessanterweise wollte der 13-jährige Sohn der ermordeten Ex-Freundin, der aus einer früheren Ehe stammt, der Hinrichtung beiwohnen.
Neben Florida und Texas gab es weitere Exekutionen in Oklahoma. Im vergangenen Jahr wurden in den USA insgesamt 47 Menschen hingerichtet, die höchste Zahl seit 2009, als 52 Häftlinge die Todesstrafe erlitten. Florida führte diese Statistik mit 19 Hinrichtungen an, gefolgt von Texas, Alabama und South Carolina mit jeweils fünf Exekutionen.
Kontext und internationale Debatte
Die Todesstrafe bleibt in den USA ein kontroverses Thema, obwohl sie international in vielen Nationen geächtet ist. Die jüngsten Fälle unterstreichen die anhaltende Praxis in mehreren Bundesstaaten, trotz weltweiter Bedenken hinsichtlich Menschenrechten und Justizirrtümern. Die Diskussion um die Legitimität und Humanität der Kapitalstrafe wird durch solche Ereignisse regelmäßig neu entfacht.



