Am zweiten Todestag der kleinen Sophie aus Halle ist der neu aufgerollte Prozess um ihren Verbrühungstod am Dienstag fortgesetzt worden. Vater und Großmutter schilderten vor Gericht, was aus ihrer Sicht bis zu Sophies Tod passiert ist. Der Vater räumte erneut seine Verantwortung für das Geschehen ein, verwahrte sich jedoch dagegen, das Kind absichtlich verletzt zu haben.
Die zentrale Frage: Warum kein Arzt?
Eine Frage stellt sich immer wieder: Weshalb hat die Familie nicht eher einen Arzt gerufen? Diese Frage bleibt im Raum stehen, während die Aussagen der Angehörigen das Bild der Ereignisse zeichnen. Die Großmutter berichtete von Gewaltausbrüchen des Vaters, die in der Vergangenheit aufgetreten seien.
Vater in Haft
Der Vater, der seit Mai 2024 in Untersuchungshaft sitzt, wurde von zwei Wachleuten in den Gerichtssaal geführt. Er zeigte sich kooperativ, betonte jedoch, dass er Sophie nicht absichtlich verletzt habe. Die genauen Umstände des Verbrühungstodes sind weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.
Der Prozess wird in den kommenden Wochen fortgesetzt, weitere Zeugenaussagen und Gutachten sollen zur Aufklärung beitragen. Die Öffentlichkeit verfolgt den Fall mit großer Anteilnahme, da der Tod des Mädchens viele Menschen bewegt.



