Der Kampf um die Milliarden geht in die nächste Runde: Am Dienstag um 17 Uhr treffen sich CDU-Kanzler Friedrich Merz, CSU-Chef Markus Söder und die SPD-Vorsitzenden Lars Klingbeil und Bärbel Bas zum Koalitionsausschuss vor dem Kanzleramt. Auf dem Programm steht eine lange Streitliste rund um das Geld.
Regierungs-Gipfel zur Haushaltsplanung
Die Koalitionschefs kommen zusammen, um über die Verteilung der finanziellen Mittel zu beraten. Es wird erwartet, dass die Diskussionen hitzig verlaufen, da die Positionen der Parteien weit auseinanderliegen. Während die Union auf Einsparungen und Steuersenkungen drängt, pocht die SPD auf höhere Ausgaben für Soziales und Infrastruktur.
Streitpunkte im Detail
Zu den zentralen Streitthemen gehören die geplanten Investitionen in die Bundeswehr, die Finanzierung des Klimaschutzes sowie die Höhe der Sozialleistungen. Auch die Schuldenbremse sorgt für Spannungen: Die SPD fordert eine Reform, um mehr Spielraum für Investitionen zu schaffen, während die Union an der Schuldenbremse festhalten will.
Experten rechnen damit, dass der Koalitionsausschuss mehrere Stunden dauern wird. Ein Durchbruch wird noch nicht erwartet, aber die Verhandler wollen eine Einigung bis zum Sommer erzielen. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob die Koalition ihre Differenzen überwinden kann.
Hintergrund des Milliardenstreits
Die Verhandlungen stehen unter dem Druck einer angespannten Haushaltslage. Steuerausfälle durch die Konjunkturflaute und gestiegene Ausgaben für Energiehilfen belasten den Bundeshaushalt. Die Koalition muss bis zur Sommerpause einen Haushaltsentwurf für das kommende Jahr vorlegen.
Beobachter sehen in dem Treffen einen wichtigen Test für die Stabilität der Regierung. Sollte keine Einigung erzielt werden, droht eine verlängerte Hängepartie, die das Vertrauen der Bürger in die Handlungsfähigkeit der Koalition weiter schwächen könnte.



