Hannes Loth ist seit zwei Jahren Bürgermeister in Raguhn-Jeßnitz. Die Frage, die viele bewegt: Wie viel AfD steckt in diesem Rathaus? Die rechtsextreme AfD will den Staat radikal umbauen, doch in Raguhn-Jeßnitz ist einer der Ihren der Staat – Bürgermeister Hannes Loth. Wie geht das zusammen?
Das Rathaus in Jeßnitz, wo sich das Büro von Hannes Loth befindet, ist Schauplatz einer politischen Besonderheit. Alexander Schierholz berichtet in der Mitteldeutschen Zeitung vom 15. Mai 2026 über die Bilanz der ersten zwei Amtsjahre.
Positive Nachrichten aus der Stadt
Es gibt gute Neuigkeiten aus Raguhn-Jeßnitz. Die Sirenen funktionieren tipptopp, wie eine kürzliche Probe ergab. Nur das Signal im Ortsteil Priorau musste repariert werden – mittlerweile ist das erledigt. Und in Jeßnitz beginnt die Sanierung der Hintergasse. „Eine tolle Nachricht!“, freut sich Hannes Loth. Die Kosten würden nicht auf die Bürger umgelegt. Das hört man doch gerne.
Ein Blick auf die AfD-Präsenz
Loth, Mitglied der AfD, betont stets, dass er für alle Bürger da sei, unabhängig von ihrer politischen Einstellung. Kritiker fragen sich jedoch, ob seine Parteizugehörigkeit Einfluss auf die Kommunalpolitik hat. Bislang scheint der Alltag pragmatisch: Die Sanierungsprojekte laufen, die Verwaltung funktioniert. Dennoch bleibt die Grundsatzfrage bestehen, wie viel AfD-Ideologie im Rathaus Einzug hält.
Die Bilanz nach zwei Jahren fällt gemischt aus. Loth selbst sieht sich als Bürgermeister, der anpackt. Die AfD auf Bundesebene mag radikale Töne anschlagen, doch vor Ort zählen konkrete Ergebnisse. Ob das reicht, um langfristig Vertrauen zu gewinnen, wird sich zeigen.



