Die Bemühungen der Kommunalpolitik um einen zusätzlichen Halt der Regionalexpress-Linie RE7 in Meinsdorf sind vorerst gescheitert. Das Landesnetz hat den Antrag auf einen Expresshalt abgelehnt. Die Begründung: Zwei Minuten zusätzliche Fahrzeit würden den gesamten Fahrplan durcheinanderbringen.
Hintergrund des Konflikts
Die Gemeinden Meinsdorf, Mühlstedt und Roßlau setzen sich seit Monaten dafür ein, dass Züge auf der Linie RE7 wieder wie früher in Meinsdorf halten. Sie argumentieren, dass der Wegfall des Halts die Anbindung der Region verschlechtert habe. Besonders Pendler und Schüler seien betroffen, die nun auf alternative und oft längere Verbindungen angewiesen seien.
Entscheidung des Landesnetzes
Das Landesnetz, das für die Planung des Schienenpersonennahverkehrs zuständig ist, hat dem Ansinnen nun eine klare Absage erteilt. In einer Stellungnahme heißt es, dass ein zusätzlicher Halt in Meinsdorf die Fahrzeit um mindestens zwei Minuten verlängern würde. Diese Verzögerung sei nicht mit dem bestehenden Fahrplan vereinbar, da sie zu Verspätungen auf der gesamten Strecke führen könne. Zudem müssten andere Halte angepasst werden, was den Fahrplan für zahlreiche Fahrgäste negativ beeinflussen würde.
Reaktionen aus der Region
Die Ablehnung stößt in den betroffenen Gemeinden auf Unverständnis. Bürgermeister und Lokalpolitiker kritisieren die Entscheidung als realitätsfern. Sie fordern das Landesnetz auf, alternative Lösungen zu prüfen, etwa eine Verkürzung der Standzeiten an anderen Bahnhöfen oder eine Anpassung des Fahrplans ohne große Umwälzungen. Die Diskussion zeigt, wie schwierig es ist, regionale Verkehrsbedürfnisse mit übergeordneten Fahrplanstrukturen in Einklang zu bringen.
Ausblick
Der Kampf um den Expresshalt in Meinsdorf ist noch nicht beendet. Die Kommunen wollen weiter Druck machen und prüfen rechtliche Schritte. Auch eine Petition von Anwohnern hat bereits mehrere hundert Unterschriften gesammelt. Ob das Landesnetz seine Entscheidung noch einmal überdenkt, bleibt abzuwarten. Fest steht: Die Urlaubszeit rückt näher, und viele Zugreisende hoffen auf eine baldige Lösung.



