Defizitäre Einrichtungen: Coswig erhöht Preise für Bad und Fähre
Die Stadt Coswig steht vor finanziellen Herausforderungen bei zwei kommunalen Einrichtungen. Sowohl das beliebte Flämingbad als auch die wichtige Elbfähre werden in diesem Jahr teurer. Hintergrund ist ein Gutachten eines Wirtschaftsprüfers, der beide Betriebe als defizitär eingestuft hat.
Betriebsausschuss beschließt Preisanpassungen
Der Betriebsausschuss der Coswiger Stadtwerke hat in seiner jüngsten Sitzung die notwendigen Maßnahmen beschlossen. Mit deutlicher Mehrheit wurden die Preiserhöhungen für das Flämingbad ab der kommenden Badesaison verabschiedet. Die Abstimmung erfolgte auf Antrag von Kevin Best (AfD) namentlich und ergab acht Ja-Stimmen bei nur einer Gegenstimme und drei Enthaltungen.
Thomas Seydler (CDU) brachte die Situation auf den Punkt: „Wir wollen Geschenke machen, aber niemanden zur Kasse bitten. Das funktioniert nicht.“ Die Stadt steht damit vor der schwierigen Aufgabe, die Qualität der Angebote zu erhalten und gleichzeitig die wirtschaftliche Tragfähigkeit zu sichern.
Hintergrund: Wirtschaftliche Bewertung
Der unabhängige Wirtschaftsprüfer hatte in seiner Analyse deutlich gemacht, dass sowohl der Betrieb der Elbfähre als auch des Flämingbads aktuell nicht kostendeckend arbeiten. Die Stadtwerke Coswig sehen sich daher gezwungen, die Eintrittspreise anzupassen, um die defizitäre Situation zu verbessern.
Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der viele Kommunen mit ähnlichen Herausforderungen bei der Finanzierung öffentlicher Einrichtungen konfrontiert sind. Die Balance zwischen bezahlbaren Preisen für die Bürger und wirtschaftlich nachhaltigem Betrieb stellt sich als komplexe Aufgabe dar.
Auswirkungen auf die Coswiger Bevölkerung
Für die Einwohner Coswigs bedeutet die Entscheidung konkret höhere Ausgaben für die Nutzung des Freizeitbads und der wichtigen Flussüberquerung. Die genauen Preisanpassungen werden in den kommenden Wochen detailliert kommuniziert.
Die Stadtwerke betonen, dass die Maßnahmen notwendig sind, um langfristig den Betrieb beider Einrichtungen sicherzustellen. Alternative Finanzierungsmodelle oder Sparmaßnahmen allein hätten nach Einschätzung der Experten nicht ausgereicht, um die wirtschaftliche Situation nachhaltig zu verbessern.



