Stehende Ovationen für Prenzlauer Beigeordneten Dr. Andreas Heinrich
Mit einer bewegenden Zeremonie und stehenden Ovationen aller Fraktionen wurde Dr. Andreas Heinrich nach 16 Jahren als Beigeordneter der Stadt Prenzlau in den Ruhestand verabschiedet. Der 67-jährige Kommunalpolitiker, der als "Fördermittel-Millionär" bekannt wurde, hinterlässt der Verwaltung und den Stadtverordneten ein bewährtes Rezept, wie Prenzlau auch in herausfordernden Zeiten seine Stärke behaupten kann.
Eintrag ins Goldene Buch der Stadt
Vertreter der Prenzlauer Ortswehren hatten mit ihren Vereinsfahnen Aufstellung genommen, als Dr. Andreas Heinrich unter dem Applaus der Stadtverordneten sich ins Goldene Buch der Stadt Prenzlau eintrug. Ludger Melters, Vorsitzender der Prenzlauer Stadtverordnetenversammlung, würdigte ihn als "kämpferische Stimme für Prenzlau und unsere Ortsteile".
Dem Eintrag ist ein Zitat des amerikanischen Architekten Frank Lloyd Wright vorangestellt: "Der Preis des Erfolges ist Hingabe, harte Arbeit und unablässiger Einsatz für das, was man erreichen will." Damit wird Dr. Heinrich als "ruhe- und rastloser Mensch mit Visionen für unzählige Projekte" gewürdigt, die er verfolgt und durchgesetzt habe.
100 Millionen Euro Fördermittel für die Region
Unter der Führung von Dr. Andreas Heinrich gelang es, etwa 100 Millionen Euro allein als Förderung in die Region zu holen. Diese Mittel wurden gezielt eingesetzt, um die Stadt und die Dörfer zu attraktiven und freundlichen Lebensorten zu gestalten. Diese beeindruckende Summe unterstreicht seine erfolgreiche Arbeit als Beigeordneter über anderthalb Jahrzehnte.
Besonders freute sich Andreas Heinrich darüber, dass sein Eintrag ins goldene Buch auf einen fraktionsübergreifenden Antrag zurückgeht. Er sieht darin die Wertschätzung des Stils, den der ehemalige Bürgermeister Hendrik Sommer, der amtierende Bürgermeister Marek Wöller-Beetz und er selbst als "Dreierbande" über 16 Jahre hinweg in der Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Stadtverordnetenversammlung geprägt hätten.
Erfolgsrezept für Prenzlaus Zukunft
In seinen Abschiedsworten betonte Heinrich: "Bitte behalten Sie dies unbedingt bei, denn es macht die Stärke dieser Stadt aus, dass die verschiedenen Akteure bei allen berechtigten Eigenarten das Wohl dieser Stadt und ihrer Ortsteile in den Mittelpunkt ihrer Entscheidungen stellen." Diese Haltung habe der Stadt gutgetan und zu klugen Entscheidungen geführt.
Der erfahrene Kommunalpolitiker richtete sich direkt an die Stadtverordneten: Die ehrenamtliche Kommunalpolitik "bietet ganz viele Spielräume, um sich Gestaltungsräume zu erschließen, mit denen Sie die Stadt und ihre Ortsteile besser hinterlassen können, als Sie sie vorgefunden haben".
Tradition und Zusammenarbeit in Prenzlau
Bezugnehmend auf das aktuelle Weltgeschehen hob Heinrich die seit Jahrzehnten hervorragende Zusammenarbeit und gegenseitige Wertschätzung zwischen Zivilgesellschaft und den in Prenzlau stationierten Soldaten hervor. Prenzlaus Tradition als Garnisonsstadt reicht bereits 340 Jahre zurück, und diese Verbindung bietet auch emotionalen Rückhalt für aktuelle militärische Aufgaben.
Nicole Kuboth, Verwaltungsfachangestellte und Standesbeamtin, gehörte zu den zahlreichen Gästen, die sich auf dem Empfang von Dr. Andreas Heinrich im Dominikanerkloster persönlich verabschiedeten. Sie arbeitete seit 1995, damals noch im Amt Prenzlau-Land, mit ihm zusammen und repräsentiert damit die langjährigen beruflichen Beziehungen, die Heinrich in seiner Amtszeit aufgebaut hat.
Zukunftsaufgaben und historische Verantwortung
Dr. Andreas Heinrich verwies auf ein besonderes Ereignis: "Wir werden im Mai dieses Jahres feiern, wenn unsere Hauptkirche mit einer Orgel wieder ihre Stimme erhält. 81 Jahre hat es seit der Kriegszerstörung gedauert, bis dies gelungen ist."
Prenzlau sei daher auch ein Beispiel dafür, wie lange es dauere, die militärische Konversion abzuschließen, Kriegsschäden zu bewältigen und Raum für Neues, die Zukunft wiederherzustellen. Dies sei sowohl Chance als auch eine besondere Verantwortung: "Ich bin fest überzeugt, dass Sie diese auch weiterhin wahrnehmen werden. Und ich bin sehr froh, daran teilgenommen zu haben."
Mit diesen Worten verabschiedete sich Dr. Andreas Heinrich nach 16 Jahren engagierter Arbeit für Prenzlau, hinterlässt aber ein starkes Fundament und klare Leitlinien für die zukünftige Entwicklung der Stadt in Brandenburg.



