Grüne Jugend in München: Lorenz Stradtner setzt sich für Fußgängerzonen und Jugendfreiräume ein
Grüne Jugend: Lorenz Stradtner kämpft für Münchener Fußgängerzonen

Grüne Jugend in München: Lorenz Stradtner engagiert sich für Fußgängerzonen und Jugendfreiräume

Der 26-jährige Lorenz Stradtner kandidiert auf Listenplatz 10 der Grünen für den Münchner Stadtrat. Im Gespräch mit der AZ erläutert der Vertreter der Grünen Jugend seine Visionen für die Stadtentwicklung, mit einem besonderen Fokus auf Fußgängerzonen und Freiräume für junge Menschen.

Ein Treffen in der Ideal Bar: Wo Gemeinschaft entstehen kann

Lorenz Stradtner bestellt einen Americano in der Ideal Bar in der Weißenburger Straße in Haidhausen. Bei 12 Grad Celsius und Sonnenschein sitzen einige Gäste mit Sonnenbrille draußen und genießen ihren Kaffee. Das Café liegt nahe einem Straßenabschnitt, der im vergangenen Sommer testweise zur Fußgängerzone umgewidmet wurde. Stradtner ist überzeugt, dass dieser Ort, wenn er dauerhaft autofrei bleibt, ein Raum sein kann, wo Gemeinschaft entstehen kann. Aktuell rollen jedoch wieder Autos durch die schmale Straße, während die Stadt die Ergebnisse der einjährigen Testphase auswertet.

Die Umgestaltung der Zeppelinstraße und des Platzes vor dem Museum Lichtspiele in der Umgebung zeigt laut Stradtner, was in den vergangenen Jahren erreicht wurde: Mehr Platz für Begegnung und Bewegung. Er beschreibt sein Wohnviertel als sehr lebenswert und betont die Bedeutung solcher öffentlichen Räume für das städtische Leben.

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Von der Inspiration zur Kandidatur: Stradtners Weg in die Politik

Lorenz Stradtner zog 2017 für sein Studium aus der Nähe von Würzburg nach München und wurde 2018 Mitglied der Grünen. Als Schulpsychologe und Lehrer liegen ihm soziale Themen besonders am Herzen. Sein politisches Engagement begann vor acht Jahren, als er bei einem Neumitgliederabend von Dominik Krause, damals Stadtrat für die Grüne Jugend, inspiriert wurde. Heute möchte er nicht nur mitreden, sondern auch mitbestimmen.

Im Wahlkampf genießt er es, mit Menschen zu sprechen und sachliche Diskussionen mit Mitbewerbern zu führen. Sachlicher Streit ist nichts Persönliches, erklärt Stradtner. Er nimmt an Podiumsdiskussionen teil, verteilt Flyer und organisiert Veranstaltungen wie Club- und Karaokeabende mit prominenten Parteikolleginnen wie Ricarda Lang, die laut ihm gut ankommen.

Forderungen für die Jugend: Freiräume und Zuversicht

Stradtner setzt sich für mehr Selbstverwaltung in Jugendzentren ein, ähnlich wie im Haus der Schüler*innen am Stiglmaierplatz. Ich will Hoffnung organisieren, sagt er und betont, dass junge Menschen Zuversicht brauchen, anstatt ständig mit Krisen konfrontiert zu sein. Seine Ziele umfassen:

  • Die Schaffung von Fußgängerzonen zur Förderung von Gemeinschaft und Sicherheit.
  • Mehr Freiräume für junge Menschen, um ihre Ideen und Aktivitäten selbst zu gestalten.
  • Eine stärkere Beteiligung der Jugend an kommunalpolitischen Entscheidungen.

Mit einem guten Gefühl geht Stradtner in die Wahl und fühlt sich durch seine Erfahrungen gut vorbereitet. An diesem Mittwochabend plant er, ins Werksviertel zu einem Wahlkampf-Karaokeabend mit Parteikolleginnen und -kollegen zu gehen, wo Freigetränke für Gäste angeboten werden.

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