Jeremy Brehme: Mit 25 Jahren jüngster Bürgermeisterkandidat in Ueckermünde setzt auf Digitalisierung und Familien
Jüngster Bürgermeisterkandidat: Brehme will Ueckermünde digitalisieren

Jeremy Brehme: Der 25-Jährige will Ueckermünde mit Digitalisierung und Familienfokus neu gestalten

Bei der anstehenden Bürgermeisterwahl in Ueckermünde am 12. April 2026 tritt mit Jeremy Brehme der mit Abstand jüngste Kandidat an. Der 25-Jährige möchte die Verwaltungsarbeit digitaler gestalten, um effizienter zu werden, und setzt dabei bewusst auf einen generationenübergreifenden Ansatz.

Vom Steuerfachangestellten zum Bundeswehrsoldaten mit IT-Expertise

Geboren im Jahr 2000 in Stralsund, begann Brehme eine Ausbildung als Steuerfachangestellten, die er nicht abschloss, nachdem er seine Leidenschaft für die Informationstechnologie entdeckte. Mit diesem Hintergrund trat er der Bundeswehr bei, wo er aktuell in Husum stationiert ist und im IT-Bereich arbeitet. Seinen Wohnsitz hat er in der Nähe von Zinnowitz auf Usedom.

„Wenn ich die politische Landschaft beobachte, dann habe ich das Bedürfnis, etwas zu ändern“, erklärt Brehme seine Motivation für die Kandidatur. Er sieht das Bürgermeisteramt als neutralen Part, der dafür sorgt, dass die Stadtvertretung konstruktiv zusammenarbeitet und Beschlüsse umsetzt.

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Familienfokus und Priorisierung von Sozialbauten

Mit Ueckermünde verbindet Brehme zahlreiche Familienbesuche am Strand und in der Stadt. „Ich habe gesehen, dass es in der Stadt enorme Probleme gibt. Familien werden vernachlässigt“, stellt er klar. Daher möchte er Sozialbauten priorisieren, anstatt auf Luxusimmobilien zu setzen, die seiner Ansicht nach der Stadt nicht helfen.

Sein Ziel ist es, die Stadt wiederzubeleben, indem er mehr Veranstaltungen für Jugendliche schafft und gleichzeitig sicherstellt, dass ältere Menschen die Angebote nutzen können. „Alles für den Menschen. Damit wir in Zukunft ein Leben führen, das einfacher und lebenswerter wird“, betont der Kandidat.

Digitalisierung mit Augenmaß und demografischer Wandel

Als Fachmann für Digitalisierung setzt Brehme auf einen behutsamen Ansatz. „Das Rathaus soll auch zukünftig offen für alle Bürger sein“, bekräftigt er. Prozesse, die gut funktionieren, sollten belassen werden, während andere schrittweise verbessert werden, um für alle Generationen verständlich und verträglich zu sein.

Um dem demografischen Wandel entgegenzuwirken, plant Brehme, mehr Gewerbe in die Stadt zu holen und Social-Media-Kampagnen zu starten, um Menschen nach Ueckermünde zu locken. „Ich beabsichtige, dem demografischen Wandel positiv entgegenzuwirken, dass wieder mehr Menschen hierher bekommen“, erklärt er.

Zusammenarbeit mit der Stadtvertretung und Finanzpolitik

Auf die Zusammenarbeit mit der oft zerstrittenen Stadtvertretung angesprochen, sieht Brehme seine Jugend als Vorteil. „Vielleicht hilft auch meine Jugend, um die verkrusteten Strukturen in der Verwaltung und der Stadtvertretung zu besänftigen“, meint er. Er strebt eine hundertprozentige Neutralität an, um mit allen Parteien ins Gespräch zu kommen.

In finanzieller Hinsicht setzt Brehme auf Transparenz und Priorisierung. „Unsere Pflichtaufgaben müssen wir natürlich erfüllen, aber alles, was darüber hinausgeht, muss nach Wichtigkeit priorisiert werden“, sagt er. Mehr Einwohner und Gewerbe sollen die Stadt wettbewerbsfähiger machen.

Projekte für die Innenstadt und Jugendbeteiligung

Für die Belebung der Innenstadt schlägt Brehme Gespräche mit Immobilienbesitzern vor, um bessere Bedingungen für Mieter auszuhandeln. Ein Leerstandkataster und gezielte Social-Media-Kampagnen könnten zusätzlich helfen.

Besonders am Herzen liegt ihm die Beteiligung der jungen Generation. Nach der Auflösung des Kinder- und Jugendbeirats plant Brehme, dieses Gremium neu aufzubauen. „Das wäre eines meiner ersten Projekte“, betont er und unterstreicht die Bedeutung, dass junge Menschen ihre Ideen in die Politik einbringen können.

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