Münchens Junge Union im Wahlkampf: Laurenz Kiefer will Verkehr, Sicherheit und Haushalt retten
Junge Union München: Kiefer will Verkehr, Sicherheit, Haushalt retten

Münchens Junge Union greift an: Laurenz Kiefer kämpft für Verkehr, Sicherheit und Haushalt

Seit 20 Jahren ist der 33-jährige Laurenz Kiefer politisch aktiv und weiß genau, wie er Menschen zum Zuhören bewegt. Die AZ traf ihn in Neuhausen und sprach mit ihm über die anstehende Kommunalwahl in München.

Gut gelaunt verteilt Kiefer am Wochenmarkt Flyer und Schokolade mit seinem Gesicht darauf. Dicke Flocken wirbeln an diesem Donnerstagmittag über den Rotkreuzplatz. Wochenmarktbesucher zerren ihre vollen Ziehwagerl hinter sich her und tragen ihre prallen Einkaufstaschen in Richtung U-Bahn-Rolltreppe. In dem Treiben stehen Laurenz Kiefer und zwei seiner Parteikollegen. Mit einem breiten Grinsen fängt der junge CSUler einen Marktbesucher nach dem anderen ab: "Ich grüße Sie! Darf ich Ihnen einen kleinen Snack anbieten?" In der einen Hand hält er einen Packen Flyer, in der anderen eine Kiste mit kleinen Schokoladentafeln in verschiedenen Sorten und darauf ein Aufkleber seines Gesichts.

Wahlkampf mit süßen Überzeugungsmitteln

Joghurt, Nougat, Marzipan – der Vorsitzende der Jungen Union München weiß, wie man die Menschen zum Stehenbleiben bewegt. Und viele bleiben auch stehen. Manche nur kurz: Sie wollen schnell weiter, werfen dem gut gelaunten Mann scheue Blicke zu und greifen schüchtern in die Schokoladenkiste. Andere verweilen länger, lachen herzlich und plaudern gern mit dem jungen Anwalt.

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Laurenz Kiefer ist seit 20 Jahren politisch aktiv, erzählt er. Mit 13 sei er bereits in der Schüler Union gewesen, später trat er der Jungen Union bei – da wohnte er noch in Berlin. Zum Jurastudium zog er nach München. Kiefer nennt das eine "ungewöhnliche Vergangenheit für CSU-Verhältnisse".

Sicherheit, Haushalt und Verkehr als Top-Themen

In München scheint das aber niemanden zu stören: Seit 2014 sitzt er für die CSU im Bezirksausschuss Neuhausen-Nymphenburg und 2023 wurde er zum Chef der Jungen Union München gewählt. Heuer will der Wahlmünchner es mit dem Listenplatz 12 in den Stadtrat schaffen – und das Versprechen seines Wahlflyers einlösen, sich für ein weiterhin "lebenswertes" München einzusetzen.

Fragt man Laurenz Kiefer nach den drei drängendsten Problemen der Stadt, zögert er: "Das ist schwierig, weil es so viele sind." Dann nennt er die "prekäre Haushaltslage""das wird uns hart treffen", prognostiziert der junge CSUler. Danach kommt er auf die Sicherheit zu sprechen, die sich "rapide" verschlechtere. Zwar sei München immer noch sicher im Gegensatz zu anderen Städten, aber er sei nicht bereit, sich hier nach unten zu orientieren.

"Und der dritte Punkt ist der Verkehr", sagt der 33-Jährige und schimpft dabei vor allem auf die Grünen. Auch der ÖPNV müsse ausgebaut werden, sagt er – damit wären wir jedoch bei Punkt vier. Im Stadtrat gibt es zum Glück keine Obergrenze für Probleme, und Kiefer könnte alle angehen, sollte er gewählt werden.

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