Bürgermeister-Kandidat wehrt sich gegen AfD-Nähe-Vorwürfe: 'Ich bin parteilos'
Kandidat wehrt sich gegen AfD-Nähe-Vorwürfe

Bürgermeister-Kandidat wehrt sich gegen AfD-Nähe-Vorwürfe: 'Ich bin parteilos'

In Teterow, einer Stadt in der malerischen Mecklenburgischen Schweiz, sorgt der parteilose Bürgermeister-Kandidat Thomas Gütschow für politische Diskussionen. Der 56-jährige Einzelbewerber sieht sich mit Vorwürfen konfrontiert, ein heimlicher Kandidat der AfD zu sein. Diesen Darstellungen widerspricht er entschieden und betont seine parteilose Haltung.

Videoaufnahmen sorgen für Spekulationen

In sozialen Medien kursieren aktuell Videoaufnahmen, die Gütschow mit Aussagen von AfD-Vertretern in Verbindung bringen. Die Aufnahmen stammen von einem AfD-Stammtisch am 12. Februar in der Teterower Gartenklause sowie von einer Podiumsdiskussion der Zepelin Stiftung Appelhagen. Auf dem Stammtisch warb der AfD-Stadtvertreter Winfried Schneider öffentlich für Gütschow und bezeichnete ihn als "einen von uns".

Eingeladen zu dieser Veranstaltung hatte AfD-Mitglied und Teterows Bürgervorsteher Christian Wolter. Er verwies darauf, dass solche Treffen grundsätzlich gefilmt werden und bisher keine Beschwerden darüber vorgelegen hätten. Die Verbreitung dieser Aufnahmen im Internet hat jedoch zu erheblichen Spekulationen über Gütschows politische Ausrichtung geführt.

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Klarstellung auf der Podiumsdiskussion

Bei der Podiumsdiskussion der Zepelin Stiftung, an der alle vier Bürgermeister-Kandidaten teilnahmen, wurde Gütschow direkt mit den Vorwürfen konfrontiert. Stiftungsvorsitzender Joachim von Zepelin fragte ihn, ob er der "heimliche Kandidat der AfD" sei. Gütschow antwortete darauf eindeutig: "Nein, bin ich nicht."

In einem späteren Gespräch bekräftigte der Kandidat seine Position: "Ich bin kein Mitglied der AfD." Er erklärte weiter, dass er nie Mitglied einer politischen Partei gewesen sei und auch keiner beitreten werde. Stattdessen gehört er der Wählergemeinschaft "Die Teterower" an, was er mit seinem lokalen Engagement begründet: Er wolle "als Teterower für Teterower" arbeiten.

Schwierige Gegenwehr gegen Online-Darstellungen

Gütschow äußerte sich besorgt über die Verbreitung der Videos in sozialen Medien. Dem 56-Jährigen fällt es schwer, diesen Darstellungen wirksam entgegenzutreten. Er betonte jedoch seinen grundsätzlichen Ansatz im Wahlkampf: "Ich spreche grundsätzlich mit allen Gesprächspartnern, unabhängig von politischer Ausrichtung."

Diese Haltung könnte ihm nun zum Verhängnis werden, da die Aufnahmen vom AfD-Stammtisch anders interpretiert werden. AfD-Vertreter Schneider hatte bei der Veranstaltung erklärt: "Das ist der einzige, der Thomas Gütschow, dem wir das zutrauen, dass er hier eine Veränderung reinbringen kann in unsere Stadt." Weiter fügte er hinzu: "Deswegen kann ich nur jedem Teterower Wähler ans Herz legen: Gebt Eure Stimme dem Thomas, der hat das Zeug dazu, das ist einer von uns. Er ist unserer Partei wohlgesonnen."

Die Bürgermeisterwahl in Teterow gewinnt durch diese Kontroverse zusätzlich an Brisanz. Wähler müssen nun zwischen den Darstellungen in sozialen Medien und den direkten Aussagen des Kandidaten abwägen. Gütschow bleibt bei seiner Aussage: Er ist und bleibt parteilos.

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