Köthen: Stadt verzweifelt an Grundstücksbesitzer wegen fehlendem Winterdienst auf Gehweg
Köthen: Stadt verzweifelt an fehlendem Winterdienst auf Gehweg

Köthen: Stadtverwaltung verzweifelt an Grundstücksbesitzer wegen mangelndem Winterdienst

In der Bernburger Straße 52 in Köthan sorgt ein seit Jahren ungepflegter Fußweg für erheblichen Ärger. Der Gehweg vor dem zehngeschossigen Hochhaus ist nicht nur verschmutzt, sondern wird im Winter weder von Schnee geräumt noch gestreut. Dieses Problem beschäftigt nun die Stadtverwaltung und den Vorsitzenden des Seniorenbeirats gleichermaßen.

Ein Biotop der besonderen Art mit historischem Hintergrund

Wer zu Fuß in Richtung Stadtzentrum unterwegs ist, passiert hinter dem Abzweig der Antoinettenstraße eine besondere Grünfläche. Anlässlich der 888-Jahr-Feier der Stadt wurden hier vor dem Hochhaus eine Eiche und eine Linde gepflanzt, wie auf zwei informativen Schildern nachzulesen ist. Doch während die Bäume gedeihen, bleibt der angrenzende Gehweg in einem bedenklichen Zustand.

Seniorenbeirat zeigt sich besorgt über Sicherheitsrisiko

Der Vorsitzende des Seniorenbeirats äußert deutliche Kritik an der Situation. "Der Zustand des Gehwegs stellt insbesondere für ältere Menschen und Personen mit Mobilitätseinschränkungen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar", betont er. Im Winter verwandle sich der ungeräumte Weg zu einer gefährlichen Rutschbahn, während im restlichen Jahr Verschmutzungen und Unebenheiten die Passage erschwerten.

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Stadtverwaltung sucht nach rechtlichen Lösungswegen

Die Stadt Köthen zeigt sich der Problematik durchaus bewusst, steht jedoch vor rechtlichen Herausforderungen. "Die Räum- und Streupflicht liegt grundsätzlich beim Grundstückseigentümer", erklärt ein Stadtsprecher. Trotz wiederholter Aufforderungen und Mahnungen komme der Eigentümer seiner Verpflichtung nicht nach. Die Verwaltung prüfe derzeit alle rechtlichen Möglichkeiten, um eine Lösung zu erzwingen.

Langjähriges Problem mit unklarer Perspektive

Bereits seit mehreren Jahren besteht diese unbefriedigende Situation. Anwohner berichten von regelmäßigen Beschwerden bei der Stadt, die jedoch bisher nicht zum gewünschten Ergebnis geführt haben. Die Verschmutzungen reichen von Laubansammlungen über Verunreinigungen bis hin zu winterlichen Glättegefahren.

Die Stadtverwaltung betont, dass sie das Problem ernst nehme und weiterhin mit dem Grundstückseigentümer im Gespräch bleibe. Gleichzeitig wird geprüft, ob im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht kommunale Maßnahmen möglich sind. Für die Anwohner und besonders für die Senioren in der Umgebung bleibt die Situation vorerst unbefriedigend und potenziell gefährlich.

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