Sachsen-Anhalts Landräte fordern mehr Pflichtarbeit für Bürgergeld-Bezieher und Asylbewerber
Landräte fordern mehr Pflichtarbeit für Bürgergeld-Bezieher

Sachsen-Anhalts Landräte fordern mehr Pflichtarbeit für Bürgergeld-Bezieher und Asylbewerber

Wernigerode. - Bei der jüngsten Landrätekonferenz in Sachsen-Anhalt haben die Kommunalchefs klare Forderungen an Land und Bund gestellt. Im Mittelpunkt steht die Einbindung von Bürgergeld-Empfängern und Asylbewerbern in gemeinnützige Arbeit. Landkreistagspräsident Götz Ulrich (CDU) betonte am Freitag die Notwendigkeit eines stärkeren „Fördern und Fordern“.

Mehr Möglichkeiten für Kommunen gefordert

Ulrich, der auch Landrat des Burgenlandkreises ist, erklärte, dass den Kommunen mehr Handlungsspielraum gegeben werden müsse. „Dies gilt für Bürgergeld-Empfänger ebenso wie für Asylsuchende“, sagte er. Arbeitsgelegenheiten würden nicht nur Struktur schaffen, sondern auch die Integration erleichtern und den Einstieg ins Erwerbsleben fördern. Die Landräte sehen in solchen Maßnahmen einen wichtigen Schritt zur Stärkung des ländlichen Raums.

Gesundheitswesen im Fokus

Neben der Arbeitsmarktpolitik standen auch Reformen im Gesundheitswesen auf der Agenda. Die Kommunalchefs drängen auf Anpassungen, die der Realität im ländlichen Raum gerecht werden. Sie fordern konkrete Maßnahmen, um die medizinische Versorgung in strukturschwachen Gebieten zu verbessern und langfristig zu sichern.

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Positivbeispiel aus Raguhn-Jeßnitz

Ein konkretes Beispiel für erfolgreiche Integration liefert Abbas Najafi aus dem Irak. Er ist der erste Asylbewerber, der in Raguhn-Jeßnitz im Kreis Anhalt-Bitterfeld eine Arbeit aufgenommen hat. Dieser Fall zeigt, wie Arbeitsgelegenheiten praktisch umgesetzt werden können und welche positiven Effekte sie haben. Die Landräte betonen, dass solche Modelle ausgeweitet werden sollten, um mehr Menschen eine Perspektive zu bieten.

Die Konferenz in Wernigerode hat deutlich gemacht, dass die Kommunen in Sachsen-Anhalt aktiver in die Gestaltung von Arbeits- und Sozialpolitik einbezogen werden wollen. Sie fordern klare Regeln und mehr Unterstützung von höheren Ebenen, um ihre Aufgaben vor Ort besser erfüllen zu können.

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