Lorenz Stradtner: Wie der 26-jährige Grünen-Kandidat München lebenswerter gestalten will
Lorenz Stradtner: Grünen-Kandidat will München lebenswerter machen

Lorenz Stradtner: Der junge Kandidat mit Visionen für München

Lorenz Stradtner, 26 Jahre alt, Schulpsychologe und engagierter Stadtratskandidat, möchte Münchens Viertel lebenswerter gestalten. Der junge Politiker steht auf dem beachtlichen Listenplatz 10 der Grünen und vertritt die Interessen der Grünen Jugend. In einem ausführlichen Gespräch mit der AZ erläutert er seine konkreten Ideen und Pläne für die bayerische Landeshauptstadt.

Ein Treffen in der Ideal Bar: Wo Gemeinschaft entstehen kann

Das Interview findet in der Ideal Bar in der Weißenburger Straße statt, einem Ort, der symbolisch für Stradtners Visionen steht. Bei 12 Grad Celsius und strahlendem Sonnenschein bestellt der Kandidat einen Americano, während draußen Gäste mit Sonnenbrillen ihren Kaffee genießen. Das Café liegt in unmittelbarer Nähe zu jenem Straßenabschnitt, der im vergangenen Sommer testweise zur Fußgängerzone umgewidmet wurde.

„Hier kann Gemeinschaft entstehen“, betont Stradtner mit Überzeugung. Sollte die Weißenburger Straße dauerhaft zur Fußgängerzone werden, würde sie sich zu einem Begegnungsort entwickeln, der das soziale Miteinander fördert. Aktuell rollen allerdings wieder Autos durch die schmale Straße, während die Stadtverwaltung die Ergebnisse der einjährigen Testphase noch auswertet.

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Haidhausen: Ein Viertel im Wandel

Rund um den Weißenburger Platz zeigt sich laut Stradtner deutlich, was in den vergangenen Jahren bereits erreicht wurde. Die Umgestaltung der Zeppelinstraße und des Platzes vor dem Museum Lichtspiele habe zu „mehr Platz für Begegnung und Bewegung“ geführt. „Es ist ein sehr lebenswertes Viertel“, schwärmt der 26-Jährige über seinen Wohnort Haidhausen, der beispielhaft für eine gelungene Stadtentwicklung stehen könnte.

Von Würzburg nach München: Ein politischer Werdegang

2017 zog Lorenz Stradtner für sein Studium aus der Nähe von Würzburg nach München und trat bereits ein Jahr später in die Partei ein. Als Schulpsychologe und Lehrer liegen ihm besonders soziale Themen am Herzen. Sein politisches Engagement konzentriert sich darauf, Freiräume für junge Menschen zu schaffen und mehr Selbstverwaltung in Jugendzentren zu ermöglichen – ähnlich wie im Haus der Schüler*innen am Stiglmaierplatz.

„Ich will Hoffnung organisieren“, erklärt Stradtner seine Motivation. „Gerade junge Menschen brauchen Zuversicht, statt ständig mit Krisen konfrontiert zu werden.“ Die Kommunalpolitik habe ihn schon immer fasziniert, und bei einem Neumitgliederabend vor acht Jahren wurde er von Dominik Krause, damals Stadtrat für die Grüne Jugend und heute OB-Kandidat, nachhaltig inspiriert. Jetzt möchte er „nicht nur mitreden, sondern auch mitbestimmen“.

Wahlkampf mit Leidenschaft und Überzeugung

Im aktuellen Wahlkampf genießt es Stradtner, mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen und sachliche Diskussionen mit politischen Mitbewerbern zu führen. „Sachlicher Streit ist nichts Persönliches“, betont er und zeigt damit, dass er Konfrontationen nicht scheut. In den Tagen vor der Wahl ist er auf zahlreichen Podiumsdiskussionen präsent, verteilt Informationsmaterial oder organisiert Veranstaltungen wie Club- und Karaokeabende mit prominenten Parteikolleginnen wie Ricarda Lang – Aktionen, die laut seiner Einschätzung auf positive Resonanz stoßen.

Mit einem guten Gefühl blickt Stradtner der Wahl entgegen: „Ich glaube, ich konnte schon viel lernen und fühle mich gut vorbereitet.“ An diesem Mittwochabend steht noch ein besonderes Highlight auf dem Programm: ein Wahlkampf-Karaokeabend im Werksviertel mit Parteikolleginnen, -kollegen und Freigetränken für alle Gäste.

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