Petra Federau: Die AfD-Kandidatin für Schwerins Oberbürgermeisteramt
Schwerin • Der perfekte Dutt, der dezente Lippenstift – so kennen viele Bürgerinnen und Bürger Petra Federau von Wahlplakaten, politischen Podien und aus der Stadtvertretung. Doch hinter der öffentlichen Person verbirgt sich eine vielschichtige Persönlichkeit: Mutter von vier erwachsenen Kindern, passionierte Motorradfahrerin und seit Generationen tief mit der Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns verwurzelt. Am 12. April 2026 entscheiden die Schwerinerinnen und Schweriner, wer künftig das Amt der Oberbürgermeisterin oder des Oberbürgermeisters übernehmen soll. Für die Alternative für Deutschland (AfD) tritt Petra Federau an.
Zwischen Politik und Privatleben: Die zwei Seiten der Kandidatin
Im Wahlkampf präsentiert sich die 56-jährige Politikerin konzentriert und klar in ihren Positionen – ob bei Diskussionsrunden, öffentlichen Terminen oder Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern. Doch es existiert eine Seite der Oberbürgermeister-Kandidatin, die weniger bekannt ist. „Wenn ich mich aufs Motorrad setze, ist das mein Stück Freiheit“, verrät Federau mit einem Lächeln. Dann tauscht sie politische Verpflichtungen gegen Lederjacke und Helm. „Niemand erkennt mich, niemand spricht mich auf Politik an. Dann bin ich einfach nur ich.“ Gemeinsam mit ihrem Ehemann und manchmal auch mit den Kindern unternimmt sie Ausfahrten in die Umgebung der Stadt.
Mit hörbarem Stolz spricht die vierfache Mutter über ihre Familie. „Sie bleiben natürlich immer meine Babys“, sagt sie lachend. Die Verbindung zu ihren Kindern sei ihr besonders wichtig, auch wenn diese inzwischen erwachsen sind und eigene Wege gehen.
Tief verwurzelt: Generationen in Schwerin
Dass Petra Federau heute für das höchste Amt der Stadt kandidiert, hat wesentlich mit ihrer historischen Verbindung zu Schwerin zu tun. Ihre Familie lebt seit Generationen in der Landeshauptstadt. „Ich betreibe tatsächlich ein bisschen Ahnenforschung“, erzählt die Politikerin. Dabei sei ihr bewusst geworden, wie weit die Wurzeln ihrer Familie in der Stadt zurückreichen.
- Ein Großvater errichtete einst eine Sternwarte an der damaligen Volkshochschule, deren Kuppel bis heute erhalten ist.
- Ein Urgroßvater praktizierte als Zahnarzt in Schwerin.
- Ihre Eltern waren als erfolgreiche Wassersportler bekannt – ihre Mutter wurde mehrfach Deutsche Meisterin im Segeln.
„Das gehört alles zu meiner Geschichte und meiner Verbindung mit der Stadt Schwerin“, betont Federau nachdrücklich.
Der politische Weg: Von der CDU zur AfD
Politisch interessiert war Petra Federau nach eigenen Angaben schon in jungen Jahren. Zunächst engagierte sie sich in der Christlich Demokratischen Union (CDU), später trat sie aus und schloss sich der Alternative für Deutschland an. Seit dem Jahr 2014 hat sie einen Sitz in der Schweriner Stadtvertretung inne. In dieser Zeit habe sie Entwicklungen beobachtet, die sie kritisch betrachtet. „Ich habe Schwerin früher anders erlebt“, erklärt die Politikerin.
Zu den zentralen Punkten ihrer politischen Agenda zählen:
- Sicherheit in der Stadt
- Ordnung im öffentlichen Raum
- Sauberkeit der Straßen und Plätze
Ihr Wahlkampfslogan „Von ganzem Herzen“ bringt ihren Ansatz auf den Punkt: „Wenn ich etwas mache, dann mache ich es auch von ganzem Herzen“, unterstreicht die Kandidatin.
Neben der Politik: Tiere, Sport und Literatur
Abseits des politischen Geschehens spielen Tiere und sportliche Aktivitäten eine bedeutende Rolle im Leben der 56-Jährigen. Viele Jahre widmete sie sich intensiv dem Reitsport und betrieb sogar Pferdezucht. „Pferde liebe ich bis heute“, gesteht Federau. Auch Hunde gehören für sie einfach zum Leben dazu.
Wenn einmal Zeit bleibt, greift die Politikerin gerne zu einem Buch. Ein besonderes Werk begleitet sie schon lange: „Die Nebelnixe – Schwerin 1905“. Die Geschichte, die in ihrer Heimatstadt spielt, liest sie immer wieder. „Das ist tatsächlich mein Lieblingsbuch“, verrät Federau.
Der Endspurt im Wahlkampf
Der Wahlkampf nähert sich seiner entscheidenden Phase. Am 19. März 2026 ab 18 Uhr stellen sich die Kandidatinnen und Kandidaten beim Wahlforum der Schweriner Volkszeitung (SVZ) im Wichernsaal erneut den Fragen der Öffentlichkeit. Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht, wird jedoch live im Internet übertragen.
Wenige Wochen später, im April, fällt die Entscheidung darüber, wer künftig an der Spitze der Stadt stehen wird. Für Petra Federau stellt diese Kandidatur mehr als nur einen politischen Schritt dar. „Diese Stadt ist meine Heimat“, betont sie abschließend. „Und genau deshalb engagiere ich mich.“



