Putlitz: Einbahnstraßen-Sperre nach Protesten aufgehoben - Zufahrt zu Arzt und Kitas wieder frei
Putlitz: Einbahnstraßen-Sperre nach Protesten aufgehoben

Putlitzer Verwaltung gibt nach: Einbahnstraßen-Sperre im Kiebitzberg aufgehoben

Große Erleichterung in Putlitz: Nach massiven Protesten von Anwohnern, Eltern und medizinischem Personal hat die Stadtverwaltung die umstrittene Einbahnstraßen-Sperre im Kiebitzberg aufgehoben. Die Zufahrt zum Hausarzt, zu beiden städtischen Kindertagesstätten und zur Feuerwehr ist damit wieder möglich.

Plötzliche Sperrung ohne Vorwarnung

Am Dienstagvormittag kam es zu chaotischen Szenen im Putlitzer Kiebitzberg. Ohne jegliche Vorankündigung sperrte das Amt Putlitz-Berge die wichtige Zufahrtsstraße komplett ab. Bauarbeiter stellten Absperrungen auf und entfernten Pflastersteine, wodurch die Durchfahrt praktisch unmöglich wurde.

Die Folgen waren gravierend:

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram
  • Patienten konnten nicht zum Hausarzt gelangen
  • Eltern fanden keinen Zugang zu den beiden Kitas
  • Die Feuerwehrzufahrt war blockiert
  • Verwirrte Autofahrer wichen auf Fußwege aus

Besonders betroffen war Hausarzt Bernd Knacke, der umgehend bei der Verwaltung protestierte: „Wie sollen kranke Menschen zu mir kommen?“ Seine pragmatische Lösung – einfach Säcke über die Einbahnstraßenschilder zu hängen – wurde zunächst abgelehnt.

Medienanfrage bringt Wende

Erst nach Intervention der Lokalredaktion vollzog Peter Jonel, Leiter des Ordnungsamtes, eine überraschende Kehrtwende. Am Mittwochmorgen ordnete er an: „Ich werde für den Zeitraum der Baumaßnahme noch umgehend die gegenwärtige Einbahnstraßenregelung für den Kiebitzberg temporär aufheben.“

Pünktlich um 9:33 Uhr erschienen zwei Arbeiter des Bauhofes und deckten das entsprechende Verkehrsschild ab. Die Einbahnstraßenregelung, die erst vor wenigen Wochen eingeführt worden war, wurde damit vorübergehend außer Kraft gesetzt.

Informationspolitik sorgt für Unmut

Nicht nur die plötzliche Sperrung, sondern auch die mangelnde Kommunikation der Verwaltung stieß auf massive Kritik. Weder der Hausarzt noch die Leitungen der beiden Kindertagesstätten waren vorab informiert worden.

Dies ist nicht der erste Vorfall: Bereits Ende vergangenen Jahres hatte das Vorgehen der Verwaltung bei der Einführung der Einbahnstraßenregelung zu Beschwerden in der Stadtversammlung geführt. Auch damals waren die betroffenen Anwohner und Institutionen nicht konsultiert worden.

Baumaßnahmen verlaufen erfreulich schnell

Eine positive Nachricht gibt es jedoch: Die Tiefbauarbeiten im Kiebitzberg verlaufen deutlich schneller als erwartet. Ronny Martins von der beauftragten Perleberger Tiefbau GmbH erklärte: „Wir werden wahrscheinlich schon am Donnerstag fertig sein.“

Der Grund für den zügigen Fortschritt: Im Gegensatz zu einer anderen Baustelle am Putlitzer Burghof ist der Grundwasserstand im Kiebitzberg niedrig. Die Arbeiter verlegen Drainage-Rohre von der Straße zu einem leeren Grundstück, auf dem ein neuer Parkplatz entstehen soll.

Die vorübergehende Aufhebung der Einbahnstraßenregelung ermöglicht nun einen reibungslosen Zugang zu den wichtigen Einrichtungen, während die Bauarbeiten planmäßig zu Ende geführt werden können.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration