Rostock modernisiert Parkraumbewirtschaftung mit neuer Technik
Die Hansestadt Rostock stellt sicher, dass Autofahrer auch in Zukunft für das Parken im öffentlichen Raum bezahlen müssen. Dafür investiert die Stadtverwaltung rund eine Million Euro in die Anschaffung neuer Parkscheinautomaten. Der umfassende Austausch der bestehenden Geräte ist für den Zeitraum von Juni bis September geplant und betrifft alle derzeit betriebenen 118 Automaten.
Systemwechsel erfordert neue Technik
Der Hintergrund für diese umfangreiche Investition ist ein bevorstehender Systemwechsel. Der bisherige IT-Systemvertrag für die Parkraumbewirtschaftung endet am 30. September 2026 und kann nicht verlängert werden. „Die Firma Hectronic Vertriebs- und Service GmbH wurde mit der Lieferung und Wartung von Parkscheinautomaten im Stadtgebiet Rostock beauftragt“, erklärt Stadtsprecher Ulrich Kunze. Von den insgesamt 118 derzeit betriebenen Automaten werden 108 durch das Tiefbauamt und zehn durch das Hafen- und Seemannsamt verwaltet.
Parkplatzsuche bleibt Herausforderung
Die Parkplatzsuche in Rostock kann besonders in der Hochsaison an der Ostsee oder bei Heimspielen des Fußballclubs Hansa Rostock zur Geduldsprobe werden. Selbst Rostocker Bürger sind davon nicht ausgenommen. Wer schließlich einen Parkplatz findet, muss häufig für die Nutzung der öffentlichen Stellfläche bezahlen – sei es als Anwohner mit Bewohnerparkausweis, durch Bezahlung am Parkautomaten oder via Handy-App.
Erweiterung der Bewohnerparkgebiete geplant
Nicht nur der Austausch bestehender Automaten steht an, auch eine Erweiterung des Systems wird vorbereitet. Im vergebenen Auftrag ist eine Kaufoption für weitere 80 Parkautomaten vorgesehen. In Politik und Verwaltung wird derzeit über die Einrichtung neuer Bewohnerparkgebiete in der Steintor-Vorstadt und Kröpeliner-Tor-Vorstadt diskutiert. „Die strategische Planung zur Erweiterung des Bewohnerparkens in Rostock sieht circa 40 neue Parkscheinautomaten zusätzlich vor“, teilt die Stadtverwaltung mit.
Gebührenanpassungen in Arbeit
Während im aktuellen Haushalt von einer möglichen „Minderung der Parkgebühren“ die Rede ist, plant die Stadt gleichzeitig eine deutliche Erhöhung der Gebühren für das Bewohnerparken. Derzeit kostet der Bewohnerparkausweis 30,70 Euro jährlich, künftig sollen es 182,50 Euro im Jahr sein. Konkrete Angaben zu möglichen Senkungen der allgemeinen Parkplatzpreise macht die Stadt noch nicht: „Derzeit erfolgt durch das Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Mobilität die Überarbeitung der derzeit gültigen Parkgebührenordnung.“
Einnahmen fließen in städtische Projekte
Die durch die Parkautomaten generierten Einnahmen sind für Rostock von erheblicher Bedeutung. Sie können laut Stadtverwaltung für die Infrastruktur, den Ausbau von Parkplätzen oder andere städtische Projekte verwendet werden. Mit der Investition in die neue Technik stellt die Hansestadt sicher, dass diese Einnahmequelle auch in Zukunft erhalten bleibt und die Parkraumbewirtschaftung reibungslos funktioniert.



