Jahrzehntelanger Kampf beendet: Schlaglochpiste in Reckenzin wird ab April saniert
Schlaglochpiste in Reckenzin wird ab April saniert

Endlich ein Ende der Schlaglochpiste in Reckenzin

Jahrzehntelang haben die Einwohner von Reckenzin auf diesen Moment gewartet: Die marode Ortsdurchfahrt, die sich als wahre Schlaglochpiste präsentiert, wird endlich umfassend saniert. Ab Mitte April sollen die lang ersehnten Bauarbeiten beginnen und der jahrzehntelange Kampf der Anwohner ein glückliches Ende finden.

Ein jahrzehntelanger Kampf für bessere Straßen

Die Situation in Reckenzin war für Anwohner und Durchreisende gleichermaßen unbefriedigend. Schlagloch reihte sich an Schlagloch, die Bankette waren fürchterlich ausgefahren und bei Regen stand das Wasser hoch in den Pfützen. Viele Fahrer mieden die Strecke bewusst, aus Sorge vor Reifenschäden oder weil sie die Tiefe der Löcher nicht einschätzen konnten.

Bis Ende 2023 war das Land noch Straßenbaulastträger dieser Ortsdurchfahrt, hatte die Strecke aber über Jahre hinweg nur notdürftig repariert, um die grundlegende Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Der Grund dafür war eine geplante Herabstufung zur Gemeindestraße, die schließlich Ende 2023 vollzogen wurde. Für diese Übernahme zahlte das Land rund 3,7 Millionen Euro an die Gemeinde Karstädt – Geld, das nun in die dringend benötigte Sanierung fließt.

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Konkrete Planungen für den Ausbau

Die Ausschreibungen für die Sanierung der Ortsdurchfahrten in Reckenzin, Streesow und einem kleinen Abschnitt in Dallmin sind bereits erfolgt, die Angebote liegen vor. Am Dienstag, dem 17. März, müssen die Gemeindevertreter nur noch den Beschluss zur Auftragsvergabe fassen. „Die Bauanlaufberatung soll dann bereits Mitte April erfolgen“, informiert Karstädts Bauamtsleiter Christian Gadow.

Die Ortsdurchfahrt in Reckenzin ist etwa 900 Meter lang und wird durch die Sanierung deutlich verbreitert. Statt der aktuellen etwa drei Meter Breite soll die Fahrbahn künftig zwischen 4,50 und 5,50 Meter messen. Das alte Kopfsteinpflaster wird entfernt und durch eine moderne Asphaltdecke ersetzt, die auf einer soliden Schottertragschicht ruht.

Umfassende Baumaßnahmen in der Region

Nicht nur Reckenzin profitiert von den Sanierungsarbeiten. Etwas zeitversetzt im Sommer sollen auch die Ortsdurchfahrt in Streesow (etwa 350 Meter) und ein etwa 250 Meter langes Straßenstück in Dallmin erneuert werden. In Streesow präsentiert sich die Situation ähnlich dramatisch wie in Reckenzin – auch hier reiht sich Schlagloch an Schlagloch.

In Dallmin werden teilweise neue Gehwege entstehen und gepflastert, während die vorhandene Kopfsteinpflasterstraße erhalten bleibt. Zusätzlich werden zwei Querungen eingebaut, um insbesondere Rollator-Nutzern das Überqueren der Kopfsteinpflasterstraße zu erleichtern.

Zeitplan und Herausforderungen

Wenn alles nach Plan verläuft, sollen die Bauarbeiten in Reckenzin bis September abgeschlossen sein. Für die Maßnahmen in Streesow und Dallmin ist eine Fertigstellung bis Ende des Jahres vorgesehen. Die Bauarbeiten erfolgen unter Vollsperrung, weshalb bereits im Januar eine Bürgerinformationsveranstaltung stattfand. Vor Baubeginn werden die Anwohner nochmals per Briefkastenwurfsendung informiert.

Wie bei jeder Bautätigkeit ist die Gemeinde natürlich auf die Witterung angewiesen. Im Bauamt hofft man darauf, dass es keinen frühzeitigen Wintereinbruch gibt, der den Zeitplan gefährden könnte. Für die Reckenziner bedeutet die Sanierung jedoch endlich eine Entlastung von der jahrzehntelangen Schlaglochpiste – ein großer Schritt für die Lebensqualität in der Region.

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