Templins Stadtsee: Badeplattform abgebaut - Zertifizierter Schwimmponton geplant
Von der einstigen Badeplattform im Stadtsee von Templin, unweit der Liegewiese an der Schinderkuhle, ragen nur noch die Pfähle aus dem Badegewässer. Gekrönt von Warnkegeln, um Kollisionen mit Wasserfahrzeugen zu verhindern, zeugen sie von einer Veränderung, die viele Templiner beschäftigt. Die Stadt nutzte in diesem Winter die Gelegenheit, um die Plattform vom Eis aus abzubauen, was bei aufmerksamen Bürgern Fragen aufwarf: „Verschwindet das Badepodest jetzt gänzlich? Und warum hat die Stadt die Pfähle nicht gleich mit entfernt?“ Die Sprungplattform, die seit Jahrzehnten ohne bekannte Unfälle genutzt wurde, scheint einer Modernisierung zu weichen.
Stadt arbeitet an Ersatzlösung für Badespaß
Marcus Thiedig vom städtischen Bauamt konnte jedoch Entwarnung geben. Die Stadt arbeitet aktiv daran, den Schwimmern diesen Badespaß in Stadtnähe auch künftig zu ermöglichen. Bereits vor einiger Zeit erhielt Templin die Auflage vom Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA), die Badeplattform zu erneuern, wie Thiedig der Redaktion mitteilte. Die Attraktivität des Badegewässers und der Liegewiese soll nicht gemindert werden, zumal die Anlage wohl schon seit den 1970er-Jahren existiert und ein beliebter Treffpunkt ist.
Plan für zertifizierten Schwimmponton in Arbeit
Die Stadt verfolgt die Idee, die alte Plattform durch einen genormten und zertifizierten Schwimmponton zu ersetzen. Dieser soll vier mal vier Meter groß sein, mit einer Leiter ausgestattet und alle Sicherheitsstandards inklusive Statik erfüllen. „Wir haben einen Anbieter gefunden, und die Anlage wäre auch in kurzer Zeit lieferbar“, so Thiedig. Allerdings wartet die Stadt noch auf die Rückmeldung vom Wasserschifffahrtsamt, ob die Montage dieses Schwimmpontons auf dem Stadtsee genehmigt wird. „Wir ordern die Plattform aber erst, wenn wir wissen, dass das WSA da mitgeht“, betonte der Mitarbeiter aus dem Rathaus.
Pfähle werden für neue Nutzung vorbereitet
Die verbliebenen Pfähle, die unter Wasser in einem deutlich besseren Zustand sind als Holzteile in der sogenannten Wasserwechselzone, sollen nicht einfach entfernt werden. Stattdessen plant das Bauamt, sie unter Wasser mit spezieller Sägetechnik einzukürzen. Diese Pfähle könnten dann zur Befestigung des neuen Schwimmpontons dienen, was eine praktische und nachhaltige Lösung darstellen würde. Dieser Schritt unterstreicht das Bestreben der Stadt, Ressourcen zu schonen und die Infrastruktur am Stadtsee zukunftsfähig zu gestalten.
Insgesamt zeigt sich, dass Templin trotz des Abbaus der alten Badeplattform engagiert an einer Verbesserung der Bademöglichkeiten arbeitet. Die geplante Erneuerung könnte nicht nur die Sicherheit erhöhen, sondern auch die Attraktivität des Stadtsees als Naherholungsgebiet langfristig sichern. Bürger können gespannt sein, wie sich die Genehmigungsprozesse entwickeln und wann der neue Schwimmponton Realität wird.



