Wittenberge investiert 7,4 Millionen Euro aus Bundes-Sondervermögen in Infrastruktur
Wittenberge: 7,4 Mio. Euro aus Bundes-Sondervermögen für Infrastruktur

Wittenberge nutzt Bundesmittel für umfangreiche Investitionen

Die Stadt Wittenberge profitiert in erheblichem Maße vom Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität des Bundes. Aus diesem Fonds erhält die Elbestadt eine Summe von exakt 7.440.548 Euro, wie die Stadtverwaltung in den vergangenen Wochen in den Ausschüssen der Stadtverordnetenversammlung mitteilte. Dieser Geldsegen ermöglicht zahlreiche Projekte, die die Lebensqualität in Wittenberge nachhaltig verbessern sollen.

Zeitplan und Verwendungszwecke der Bundesmittel

Die Verwendung der Mittel unterliegt einem strikten Zeitplan. Rund die Hälfte der Summe, etwa 3,7 Millionen Euro, muss die Stadt bis zum Jahr 2029 ausgegeben haben. Die restlichen Projekte müssen bis Ende 2036 angemeldet werden, wobei die finale Ausgabe der Gelder bis 2042 erfolgen kann. Die Bundesmittel sind für zusätzliche Vorhaben in verschiedenen Bereichen vorgesehen, darunter:

  • Bauen und Wohnen
  • Verkehrsinfrastruktur
  • Krankenhäuser
  • Digitalisierung
  • Sport

Schwerpunkt Straßenbau: Sanierung maroder Verkehrswege

Die größten Einzelbeträge sind für dringend notwendige Straßenbauprojekte reserviert. Besonders im Fokus steht die Lenzener Straße zwischen Stern und Dr.-Wilhelm-Külz-Straße, für deren höherwertige Instandsetzung 650.000 Euro bereitstehen. Nach Angaben des Bauamtes befinden sich die Haupteingangsstraßen Wittenberges teilweise in einem sehr schlechten Zustand, weshalb sowohl die Tragschicht als auch die Oberfläche erneuert werden müssen.

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Die Sanierung der Lenzener Straße bzw. Lenzener Chaussee hat Priorität, da diese Verkehrsader durch die Inbetriebnahme der A14-Abfahrt, die bereits provisorisch in diesem Jahr erfolgen soll, eine neue Bedeutung erlangt. Im Jahr 2025 wurde bereits der Kreuzungsbereich Külzstraße erneuert. Noch in diesem Jahr sollen der Abschnitt bis zum Stern und der Kreisverkehr selbst in Angriff genommen werden.

Weitere 620.000 Euro sind für Instandsetzungen der Bentwischer, Park- sowie Kyritzer Straße eingeplant. Diese Bauarbeiten sollen jedoch erst 2028 nach dem Ende der Landesgartenschau (Laga) 2027 beginnen.

Landesgartenschau 2027: Bundesmittel federn Kosten ab

Für die Großveranstaltung im kommenden Jahr werden Teilprojekte ebenfalls mit Mitteln aus dem Sondervermögen finanziert. So sind 350.000 Euro für einen neuen Parkplatz in der Röhlstraße vorgesehen, der zunächst für Laga-Gäste gedacht ist, danach aber dauerhaft erhalten bleiben soll. Weitere 250.000 Euro sollen Mehrkosten für Laga-Projekte auffangen, die unter anderem durch den schlechten Zustand des Wasserturms und der Trinkhalle im Stadtpark entstanden sind.

Das Land Brandenburg hat bereits signalisiert, hierfür Fördermittel zu gewähren. Der städtische Eigenanteil soll durch das Sondervermögen aufgefangen werden, was die finanzielle Belastung für Wittenberge deutlich reduziert.

Energieeffizienz: Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED

Ein weiteres wichtiges Projekt ist die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf energieeffiziente LED-Lampen. Dafür sind – gestreckt bis 2029 – insgesamt 275.000 Euro eingeplant. Diese Maßnahme soll nicht nur den Stromverbrauch senken, sondern auch den städtischen Haushalt entlasten. Teilweise müssen dabei alte Beton- oder Stahlmasten komplett ausgetauscht werden, was die Investition notwendig macht.

Investitionen in Bildungseinrichtungen und Feuerwehr

Auch Schulen und Kitas profitieren von den Bundesmitteln. Im Einzelnen sind folgende Projekte geplant:

  • 100.000 Euro für eine neue Zufahrt zur Turnhalle der Elblandgrundschule (2028)
  • 100.000 Euro für die Jahn-Grundschule für eine neue Heizung und Anschluss an das Fernwärmenetz
  • 100.000 Euro für einen neuen Schallschutz in der Kita „Haus der kleinen Strolche“ im Gehrenweg

Die Freiwillige Feuerwehr in Wittenberge erhält ebenfalls substantielle Unterstützung. Geplant sind:

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  • 162.000 Euro als Eigenanteil für einen neuen Rüstwagen
  • 159.000 Euro für den Anbau einer neuen Garage
  • 58.000 Euro für die Anschaffung eines Kommandowagens
  • 53.000 Euro für die Feuerwehr Hinzdorf für ein neues Rettungsboot mit Anhänger

Aktueller Stand und nächste Schritte

Insgesamt sind derzeit 17 Maßnahmen vorgesehen, für die die Stadt bereits 3.690.900 Euro verplant hat. Die endgültige Beschlussfassung über die Mittelvergabe soll in der Stadtverordnetenversammlung am 6. Mai erfolgen. Diese Investitionen markieren einen bedeutenden Schritt für die infrastrukturelle Entwicklung Wittenberges und unterstreichen die Bedeutung des Bundes-Sondervermögens für kommunale Projekte in ganz Deutschland.