Die Zahl der Asyl-Erstanträge in Deutschland ist im April 2026 auf den niedrigsten Stand seit 13 Jahren gefallen. Wie das Bundesinnenministerium exklusiv BILD mitteilte, wurden im vergangenen Monat lediglich 6144 Erstanträge registriert. Das ist ein Rückgang von 33 Prozent im Vergleich zum April 2025, als 9108 Anträge gestellt wurden.
Historischer Tiefstand
Damit wurde der niedrigste Monatswert seit dem Jahr 2013 erreicht, wenn man die Ausnahmejahre der Corona-Pandemie außer Acht lässt. Die statistische Auswertung, die BILD vorliegt, bestätigt einen massiven Abwärtstrend bei den Asyl-Erstanträgen.
Entwicklung im Jahresverlauf
Von Januar bis April 2026 wurden insgesamt 27.761 Erstanträge gestellt. Hochgerechnet auf das gesamte Jahr ergäbe dies rund 83.000 Anträge. Zum Vergleich: Im Jahr 2025 wurden in Deutschland insgesamt 113.236 Asylerstanträge beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gestellt.
Rückgang auch in der EU
Der Trend zeigt sich auch auf europäischer Ebene. Im Jahr 2025 wurden in den EU-Staaten insgesamt etwa 669.400 Erstanträge gestellt – ein Minus von rund 27 Prozent im Vergleich zu 2024, als etwa 912.400 Anträge eingingen.
Reaktion aus der Politik
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) zeigte sich erfreut über die Entwicklung. Er sagte zu BILD: „Wir haben aus der Migrationswelle die Migrationswende gemacht. Wir setzen unseren Weg von Kontrolle, Kurs und klarer Kante konsequent fort und etablieren einen neuen Migrationspakt in Europa, um die Zahlen der illegalen Migration weiter zu reduzieren.“
Die verschärften Grenzkontrollen, die vor fast genau einem Jahr eingeführt wurden, tragen nach Ansicht des Ministers maßgeblich zu diesem Erfolg bei. Die Bundesregierung sieht sich in ihrer migrationspolitischen Linie bestätigt und will die Maßnahmen fortsetzen.



