Brandenburg: Asylanträge im ersten Quartal deutlich gesunken
Brandenburg: Asylanträge im ersten Quartal gesunken

In Brandenburg sind in den ersten drei Monaten des Jahres 2026 deutlich weniger Asylanträge gestellt worden als im Vorjahreszeitraum. Wie eine Sprecherin des Sozialministeriums in Potsdam mitteilte, gingen im ersten Quartal 972 Asylanträge ein. Im gleichen Zeitraum des Jahres 2025 waren es noch 1.547 Anträge gewesen. Dies entspricht einem Rückgang von rund 37 Prozent.

Bundesweiter Trend spiegelt sich in Brandenburg wider

Die Entwicklung in Brandenburg folgt dem bundesweiten Trend. Bereits im vergangenen Jahr war die Zahl der Asylanträge in Deutschland gesunken. Auch europaweit ist ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen: Laut dem neuen Jahresbericht der EU-Asylagentur EUAA mit Sitz in Malta wurden 2025 in den 27 EU-Staaten sowie den beiden Partnerländern rund 822.000 Asylanträge registriert. Dies bedeutet einen Rückgang um etwa ein Fünftel (minus 19 Prozent) im Vergleich zum Jahr 2024.

Weniger Anträge aus Syrien, Bangladesch und der Türkei

Als Hauptgrund für den Rückgang nennt der Bericht die deutlich gesunkene Zahl von Asylanträgen aus Syrien. Waren es 2024 noch 151.000 Anträge von Syrern, so sank die Zahl 2025 auf nur noch 42.000. Auch aus Bangladesch (minus 37.000) und der Türkei (minus 33.000) kamen deutlich weniger Anträge. In Syrien hatte Ende 2024 der Sturz von Langzeitherrscher Baschar al-Assad stattgefunden, was bei vielen Menschen Hoffnung auf eine bessere Zukunft weckte.

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Dobrindt sieht Kurs bestätigt

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) wertet die gesunkenen Asylzahlen als Erfolg seiner Politik. Er erklärte: „Wir haben aus einer Migrationswelle die Migrationswende gemacht.“ Die Bundesregierung setze auf Kontrolle und arbeite an einem neuen Migrationspakt in Europa, „um die Zahlen der illegalen Migration weiter zu reduzieren“. Dobrindt betonte, dass die Maßnahmen der letzten Jahre Wirkung zeigten.

EU-Asylreform tritt im Juni in Kraft

Am 12. Juni 2026 tritt die europäische Asylreform in Kraft, über die jahrelang verhandelt worden war. Die EU-Staaten hatten sich in den vergangenen Monaten auf zusätzliche verschärfte Regeln geeinigt. Dazu gehört unter anderem, dass EU-Staaten Menschen künftig einfacher in Drittstaaten abschieben können, zu denen diese keinerlei Verbindung haben. Diese Regelung soll die Abschiebepraxis erleichtern und die illegale Migration weiter eindämmen.

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