Rechtsextreme Partei 'Der Dritte Weg' verzeichnet Zulauf in Rheinland-Pfalz
Rechtsextreme Partei wächst in Rheinland-Pfalz

Rechtsextreme Partei 'Der Dritte Weg' verzeichnet Zulauf in Rheinland-Pfalz

Die rechtsextremistische Kleinstpartei 'Der Dritte Weg' hat in Rheinland-Pfalz einen deutlichen Mitgliederzuwachs zu verzeichnen. Nach Angaben von Innenminister Michael Ebling (SPD) stieg die Zahl der Parteimitglieder in dem Bundesland von etwa 50 im Jahr 2020 auf 70 im vergangenen Jahr. Diese Entwicklung wurde im Rahmen einer parlamentarischen Anfrage der Grünen-Fraktion in Mainz offengelegt und unterstreicht die wachsende Präsenz der Gruppierung.

Bundesweite Verbreitung und ideologische Ausrichtung

Bundesweit werden der Partei mehr als 800 Personen zugerechnet, was auf eine überregionale Aktivität hindeutet. Im Verfassungsschutzbericht von Rheinland-Pfalz wird 'Der Dritte Weg' als neonazistisch geprägte Kleinstpartei beschrieben, die 2013 von ehemaligen Aktivisten der NPD sowie anderen Rechtsextremisten gegründet wurde. Ihr Sitz befindet sich in Weidenthal im Landkreis Bad Dürkheim.

Ideologisch orientiert sich die Partei am Nationalsozialismus und setzt auf eine Mischung aus virtuellen und realweltlichen Aktivitäten. Besonders auffällig ist die Nutzung von Kampfsportevents, um gezielt junge Menschen anzusprechen und zu rekrutieren. Der Innenminister betonte, dass die Struktur der Jugendorganisation der Partei kontinuierlich ausgebaut wird, was auf eine strategische Langzeitplanung hindeutet.

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Beobachtung durch den Verfassungsschutz

Der Verfassungsschutz beobachtet die Entwicklung der Partei aufmerksam, insbesondere im Hinblick auf weitere Mitgliederrekrutierungen. Innenminister Ebling wies darauf hin, dass in Rheinland-Pfalz vereinzelt Verbindungen zwischen 'Der Dritte Weg' und der Alternative für Deutschland (AfD) bekannt sind. Diese Kontakte werden als besorgniserregend eingestuft und unterstreichen die Notwendigkeit einer intensiven Überwachung.

Die Behörden verfolgen die Aktivitäten der Partei mit großer Sorgfalt, um mögliche Verstöße gegen die demokratische Grundordnung frühzeitig zu erkennen. Die steigenden Mitgliederzahlen in Rheinland-Pfalz und bundesweit zeigen, dass rechtsextreme Gruppierungen trotz Gegenmaßnahmen weiterhin Zulauf erhalten können.

Insgesamt bleibt die Situation dynamisch, und der Verfassungsschutz wird die weitere Entwicklung von 'Der Dritte Weg' genau im Auge behalten, um die demokratischen Werte zu schützen.

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