Der Ausfall von Achraf Hakimi zwingt Luis Enrique, den Trainer von Paris Saint-Germain, zum Umbau. Der Rechtsverteidiger verletzte sich beim spektakulären 5:4 im Halbfinal-Hinspiel der Champions League gegen den FC Bayern am rechten Oberschenkel und fehlt am Mittwoch beim Rückspiel in München. Als wahrscheinlichste Lösung gilt: Warren Zaïre-Emery rückt nach rechts, Fabian Ruiz übernimmt im Zentrum.
Zaïre-Emery und Ruiz als Schlüssel
Zaïre-Emery hatte im Parc des Princes neben Vitinha und Joao Neves begonnen, Ruiz kam von der Bank. Nun könnte der Spanier von Beginn an gefragt sein – ausgerechnet im Hexenkessel der Allianz Arena, wo die Bayern nach dem Neun-Tore-Spektakel auf Wiedergutmachung brennen.
Ruiz könnte Spielkontrolle, sauberes Positionsspiel und strategisches Gespür in Umschaltmomenten bieten. Doch nach seiner dreimonatigen Pause wegen einer Fissur der linken Kniescheibe stellt sich die Fitnessfrage. Erst am 19. April kehrte er in den Wettbewerb zurück, steigerte seine Einsatzzeiten schrittweise – zuletzt 61 Minuten gegen Lorient.
Fitness als Knackpunkt
Vor dem PSG-Gastspiel in München wird die Ruiz-Fitness als Schlüsselfrage gehandelt. Intern heißt es Medienberichten zufolge, Ruiz sei schmerzfrei und hochmotiviert. Klar ist aber auch: Für 90 oder gar 120 Minuten dürfte es kaum reichen. Enrique muss also abwägen – startet er mit dem Strategen, um Kontrolle zu gewinnen, oder bringt er ihn erst, wenn das Tempo etwas abflacht?
Alternativen gibt es. Lucas Beraldo könnte als Sechser agieren, um situativ auf eine Fünferkette zu wechseln. Auch eine offensivere Variante mit Désiré Doué im Mittelfeld ist denkbar. Die spannendste Personalie aber bleibt Ruiz – und die Frage, ob sein Körper dem Bayern-Druck standhält.



