Regierungsunmut erreicht Rekordhoch: AfD laut YouGov-Umfrage stärkste Kraft
Regierungsunmut: AfD stärkste Kraft in YouGov-Umfrage

Regierungsunmut erreicht historischen Höchststand

Die Unzufriedenheit mit der schwarz-roten Bundesregierung hat ein neues Rekordniveau erreicht. Laut einer aktuellen repräsentativen Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov äußerten 79 Prozent der Befragten Unmut über die Arbeit des Kabinetts. Dieser Wert markiert einen dramatischen Anstieg im Vergleich zur ersten Messung im Juni 2025, als noch 55 Prozent mit der Regierung unzufrieden waren.

AfD profitiert als stärkste politische Kraft

Parallel zur wachsenden Regierungskritik positioniert sich die AfD in der Sonntagsfrage deutlich als führende Partei. Die Umfrageergebnisse zeigen, dass die AfD mit 27 Prozent der Stimmen rechnen kann – ein Plus von einem Prozentpunkt gegenüber dem Vormonat. Damit liegt sie klar vor den etablierten Koalitionsparteien, die teils erhebliche Verluste hinnehmen müssen.

Koalitionsparteien verzeichnen deutliche Einbußen

Die regierenden Parteien befinden sich in einer schwierigen Phase:

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  • CDU/CSU fallen um drei Prozentpunkte auf nur noch 23 Prozent – der niedrigste Wert in der YouGov-Erhebung seit Dezember 2021.
  • Die SPD verliert einen Prozentpunkt und kommt auf 13 Prozent.
  • Grüne und Linke können jeweils einen Prozentpunkt hinzugewinnen und erreichen 14 beziehungsweise 10 Prozent.
  • FDP und BSW stagnieren bei je 4 Prozent und würden damit weiterhin an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.

Besonders Unionswähler zeigen sich enttäuscht

Der Stimmungsumschwung ist besonders ausgeprägt unter den Wählern der Unionsparteien. Waren im März noch 48 Prozent der Unionswähler mit der Regierungsarbeit zufrieden, sank dieser Wert im April auf nur noch 34 Prozent. Diese Entwicklung unterstreicht die wachsende Distanz zwischen der traditionellen Wählerschaft und der aktuellen Koalitionspolitik.

Methodik und Vergleich mit anderen Instituten

Für die repräsentative Stichprobe befragte YouGov zwischen dem 10. und 13. April insgesamt 2.178 wahlberechtigte Personen. Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet, da nachlassende Parteibindungen und kurzfristigere Wahlentscheidungen die Gewichtung der erhobenen Daten erschweren. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und stellen keine Prognosen für künftige Wahlausgänge dar.

Andere Meinungsforschungsinstitute zeigen teilweise ähnliche, wenn auch weniger deutliche Trends:

  1. Laut einer Insa-Umfrage für die „Bild am Sonntag“ kam die Union Anfang April auf 25 Prozent und lag damit knapp hinter der AfD mit 26 Prozent.
  2. Im ARD-„Deutschlandtrend“ von Infratest dimap erreichte die Union Anfang des Monats 26 Prozent, während die AfD bei 25 Prozent lag.

Diese unterschiedlichen Ergebnisse verdeutlichen die methodischen Herausforderungen der politischen Meinungsforschung in einer zunehmend volatilen politischen Landschaft.

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