Bundeswehr plant Karrierecamp auf dem Brocken - Kritik von Naturschützern
Die Bundeswehr prüft derzeit intensiv die Durchführung eines geplanten Karriere-Camps auf dem Brocken, das für die zweite Maihälfte angesetzt ist. Ein Sprecher der Bundeswehr aus Köln erklärte auf Anfrage, dass wie bei jeder Veranstaltung die Rahmenbedingungen und mögliche Auflagen mit den verantwortlichen Stellen umfassend geprüft werden. Die Truppe plant, sich in Zelten und Absetzcontainern zu präsentieren, um Personal zu werben.
Bundeswehr sucht authentische Orte für Personalwerbung
Der Bundeswehrsprecher betonte, dass die Bundeswehr ständig auf der Suche nach interessanten und authentischen Orten für personalwerbliche Zwecke sei. Ähnliche Veranstaltungen fänden nahezu wöchentlich deutschlandweit statt. Über die zu erwartenden Besucher hinaus werden nach aktuellem Planungsstand regional weiterführende Schulen angeschrieben und zur Teilnahme am Camp Brocken eingeladen. Dies soll gezielt junge Menschen ansprechen und für eine Karriere bei der Bundeswehr begeistern.
Nationalparkverwaltung Harz lehnt Camp ab
Die Pläne stoßen jedoch auf deutliche Vorbehalte und Kritik, insbesondere von der Nationalparkverwaltung Harz. In einer Mitteilung lehnte die Verwaltung das Camp auf dem Brocken grundsätzlich ab. Zwar habe man mit großer Erleichterung die Zusage der Bundeswehr aufgenommen, auf den Einsatz von Luftfahrzeugen über dem Berg zu verzichten. Dennoch vertrete die Nationalparkverwaltung nach wie vor die Auffassung, dass es wesentlich besser geeignete Orte gebe, an denen die Werbung für die Bundeswehr nicht unvermeidlich in Konflikt mit dem Naturschutz trete.
Die Nationalparkverwaltung bittet die Bundeswehr somit erneut, eine der ihr oder dem Landkreis Harz vorgeschlagenen Alternativen zu nutzen. Diese Kritik wird auch von Teilen der Politik sowie von Natur- und Umweltschützern geteilt, die Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf das sensible Ökosystem des Brockens äußern.
Die Bundeswehr betont hingegen, dass solche Veranstaltungen regelmäßig stattfinden und wichtige Maßnahmen zur Personalgewinnung darstellen. Die Prüfung der Rahmenbedingungen soll sicherstellen, dass alle Auflagen eingehalten werden, während die Diskussion über den geeigneten Ort weiterhin kontrovers geführt wird.



