Finnland nimmt Drohnenabstürze ernst: Ukrainische Flugkörper im Südosten gelandet
Finnland: Ukrainische Drohnen im Südosten abgestürzt

Finnische Behörden untersuchen Drohnenabstürze im Südosten des Landes

Im Südosten Finnlands sind am Sonntagmorgen zwei mutmaßlich ukrainische Drohnen abgestürzt. Nach Angaben der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt Yle schlugen die unbemannten Flugkörper nördlich und östlich der Stadt Kouvola auf dem Boden auf. Die finnische Polizei hat die betroffenen Gebiete umgehend abgesperrt, um weitere Untersuchungen durchführen zu können. Berichte über Verletzte oder materielle Schäden liegen bisher nicht vor.

Regierung bezeichnet Vorfall als ernste Angelegenheit

Der finnische Verteidigungsminister Antti Häkkänen äußerte sich besorgt zu den Vorfällen: „Drohnen haben sich in Finnlands Territorium verirrt. Wir nehmen das sehr ernst.“ Seinem Ministerium zufolge wurden mehrere Objekte entdeckt, die in niedriger Höhe den finnischen Luftraum passierten. Kampfjets der finnischen Luftwaffe stiegen auf, um die Geräte zu identifizieren, schossen sie jedoch nicht ab, um mögliche Kollateralschäden am Boden zu vermeiden.

Die Luftwaffe identifizierte die Flugkörper laut Yle als ukrainische Drohnen. Finnlands Ministerpräsident Petteri Orpo bestätigte später, dass die Drohnen „wahrscheinlich“ aus der Ukraine stammen. Auch er bezeichnete die Luftraumverletzung als ernste Angelegenheit und kündigte weitere Untersuchungen an.

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Zusammenhang mit ukrainischen Angriffen auf russische Ölindustrie

Die Stadt Kouvola liegt etwa 70 Kilometer von der Grenze zur russischen Oblast Leningrad entfernt. Ministerpräsident Orpo vermutet, dass die verirrten Drohnen im Zusammenhang mit den gezielten Angriffen der Ukraine auf die russische Ölindustrie stehen könnten. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sind bereits mehrfach fehlgeleitete ukrainische Drohnen in die Lufträume der an Russland grenzenden baltischen Staaten eingedrungen und teilweise abgestürzt.

Die Ukraine hatte am Wochenende erneut den wichtigen Exporthafen in Ust-Luga an der Ostsee angegriffen und in Brand gesetzt. Der Gouverneur des Leningrader Gebiets, Alexander Drosdenko, bestätigte den Treffer und das Feuer über den Messengerdienst Telegram. Insgesamt habe die russische Flugabwehr 31 Drohnen im Leningrader Gebiet abgeschossen, berichtete er.

Luftalarm und Abwehrmaßnahmen in der Region Leningrad

Am Sonntag wurde in der Region Leningrad erneut Luftalarm ausgelöst. Gouverneur Drosdenko warnte auf Telegram vor dem möglichen Einflug weiterer Drohnen und kündigte an, dass möglicherweise die Internetgeschwindigkeit herabgesetzt werden könnte. Dies ist eine von mehreren technischen Möglichkeiten, um die unbemannten Flieger abzuwehren und ihre Steuerung zu stören.

Die finnischen Behörden betonen, dass sie die Situation weiterhin genau beobachten und alle notwendigen Maßnahmen ergreifen werden, um die Sicherheit des Landesluftraums zu gewährleisten. Die Untersuchungen zu den genauen Umständen der Drohnenabstürze und ihrer Herkunft dauern an.

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