US-Geheimdienste alarmiert: Iran repariert Raketenbunker in wenigen Stunden
Experten sind sich sicher: Solange die unterirdischen Festungen des iranischen Regimes existieren, kann das Land weiterhin Raketen abfeuern und seine Machtposition aufrechterhalten. Neue US-Geheimdienstberichte, die dem britischen "Telegraph" vorliegen, zeigen ein beunruhigendes Bild: Trotz massiver amerikanischer und israelischer Luftangriffe gelingt es dem Iran offenbar, zerstörte Raketenstellungen innerhalb weniger Stunden wieder einsatzbereit zu machen.
Strategische Anpassung statt Schwäche
Das Weiße Haus hatte den deutlichen Rückgang der Raketenangriffe offiziell als Erfolg gewertet: von Hunderten Raketen zu Kriegsbeginn auf zuletzt unter 40 pro Tag, wovon etwa 20 gegen Israel gerichtet waren. Doch Militärexperten warnen: Diese Entwicklung ist kein Zeichen von Schwäche, sondern vielmehr eine strategische Anpassung. Das iranische Regime versteckt seine Abschusssysteme besser und zieht sie nach Einsätzen schneller zurück.
Gleichzeitig verfügt das Land laut der "New York Times" weiterhin über eine erhebliche Anzahl an Raketen und mobilen Abschussvorrichtungen. Analysten erkennen ein klares Muster: Iran hat seine Taktik verfeinert und reagiert flexibel auf die Angriffe der Koalition.
Unterirdische Raketenstädte als strategischer Vorteil
Militärexperten weisen auf einen entscheidenden strategischen Vorteil des Irans hin: unterirdische Anlagen, sogenannte "Raketenstädte", die tief im Landesinneren verborgen sind. Diese unterirdischen Komplexe sind schwer zu lokalisieren und noch schwerer zu zerstören. Hinzu kommt die schwierige Topografie des Landes, das zur Hälfte aus Gebirgen und Hochländern besteht.
Je mehr iranische Systeme an der Oberfläche zerstört werden, desto schwieriger wird es, die verbleibenden unterirdischen Anlagen aufzuspüren. Diese Entwicklung stellt die amerikanisch-israelische Koalition vor wachsende Herausforderungen.
Anhaltende Bedrohungslage
Trotz der massiven Angriffe bleibt die Bedrohung für Israel und die Staaten im Golf hoch. Täglich starten 50 bis 100 Drohnen aus dem Iran. Die meisten werden zwar abgefangen, doch die schiere Anzahl der Angriffe bindet erhebliche militärische Ressourcen und Kapazitäten.
US-Beamte gehen laut der "New York Times" davon aus, dass das iranische Regime gezielt Kapazitäten schont, um in einem langen Krieg weiter Druck ausüben zu können oder nach einem möglichen Kriegsende die Region weiter bedrohen zu können.
Bilanz der Angriffe und aktuelle Entwicklungen
Das Pentagon meldet inzwischen 11.000 angegriffene Ziele in den ersten fünf Wochen des Konflikts. Israel spricht von der Zerstörung von drei Vierteln der Abschussanlagen bis zum 7. März. Trotz dieser Erfolge schlagen weiterhin Raketen und Drohnen der iranischen Revolutionsgarden in Israel und den Golf-Staaten ein.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth (45) äußerte sich zuversichtlich: "Ja, sie werden weiterhin einige Raketen abfeuern, aber wir werden sie abschießen." Und weiter: "Sie werden unter die Erde gehen, aber wir werden sie finden."
Risiken und regionale Auswirkungen
Trotz der amerikanisch-israelischen Lufthoheit bleibt die Lage im Iran riskant. US-Spezialeinheiten mussten zuletzt unter hohem Personal- und Materialaufwand die Besatzung eines abgeschossenen amerikanischen Kampfjets aus dem Iran retten. Dieser Einsatz verdeutlicht die anhaltenden Gefahren für das Militärpersonal in der Region.
Auch außerhalb des Irans zeigt sich die Gefahr durch den Konflikt: In Dubai trafen Trümmer einer abgefangenen Drohne ein Gebäude eines US-Technologiekonzerns. Obwohl niemand verletzt wurde, ist die Botschaft klar: Teheran hatte zuvor gedroht, amerikanische Firmen in der Region ins Visier zu nehmen.
Die schnelle Reparaturfähigkeit der iranischen Raketenbunker stellt eine neue Herausforderung für die internationale Gemeinschaft dar und wirft Fragen nach der langfristigen Wirksamkeit der aktuellen Militärstrategie auf.



